Was Führungskräfte tun können

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17.11.2015 Mitarbeiter motivieren beziehungsweise dafür sorgen, dass sie nicht demotiviert werden – das zählt zu den klassischen Führungsaufgaben. Im Führungsalltag gerät dies oft in Vergessenheit, weil es in ihm anscheinend stets Dringlicheres und Wichtigeres zu tun gibt.  

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Entscheider-Facts Für Manager

  • Lob, Anerkennung und Feedback gibt den Mitarbeitern Sicherheit und stärkt ihr Selbstvertrauen. Außerdem artikuliert sich in einem Lob Wertschätzung.
  • Klären Sie mit Ihren Mitarbeitern regelmäßig, ob ihnen ihre Aufgaben und die dabei zu erreichenden Ziele klar sind und ob sie diese verstanden haben.
  • Wechselseitiges Vertrauen ist die Basis einer guten Zusammenarbeit. Wenn dieses fehlt, wird das Potenzial nicht genutzt, und die Leistung geht zurück.
Hier erfahren Sie mehr über Mitarbeitermotivation

November 2015

Bild: ag visuell – fotolia

Dass Führungskräfte einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeitermotivation leisten, ist fast allen Führungskräften klar. Trotzdem vergessen viele dies in der Hektik des Betriebsalltag immer wieder. Deshalb hier zur Auffrischung das Wesentliche auf den Punkt gebracht:

1. Wertschätzung

Umfragen über alle Hierarchieebenen hinweg zeigen: Mitarbeitern ist Wertschätzung sehr wichtig. Vermutlich behaupten die meisten Führungskräfte: „Selbstverständlich pflege ich einen entsprechenden Umgang mit meinen Mitarbeitern.“ Doch wie sieht es in Situationen aus, in denen ein Mitarbeiter zum Beispiel nicht die von der Führungskraft gewünschte Leistung bringt? Oder wenn die Führungskraft gar wegen eines Versäumnisses oder Fehlers des Mitarbeiters selbst kritisiert wurde? Bleiben dann im Mitarbeitergespräch der Ton, die Aussagen, der Blickkontakt noch wertschätzend?

Tipp: Beobachten und reflektieren Sie als Führungskraft Ihr eigenes Verhalten. Gerade in Konflikt- und Stresssituationen ist ein wertschätzender Umgang außerordentlich wichtig.

2. Lob, Anerkennung und Feedback

Menschen wünschen sich Lob und Anerkennung für das, was sie geleistet haben. Außerdem möchten sie wissen, wo sie stehen und wie ihre Bemühungen gesehen werden. Denn dies gibt ihnen Sicherheit und stärkt ihr Selbstvertrauen. Außerdem artikuliert sich in einem Lob Wertschätzung.

Tipp: Denken Sie daran, nicht die großen Lobeshymnen machen den Unterschied. Der kleine Nebensatz im Alltag ist entscheidend. „Super Idee“, „Spitze, dass Sie das noch geschafft haben.“ Feedback ist eine ausführliche und strukturierte Rückmeldung, die neben den Stärken auch die Schwächen deutlich macht und somit auch Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigt.

Tipp: Achten Sie als Führungskraft darauf, dass Sie beim Feedbackgeben nach folgender Struktur vorgehen:
Welches Verhalten fällt mir auf?
Wie wirkt dies beziehungsweise welche Konsequenzen hat dies?
Wie sollte das Verhalten/Vorgehen künftig sein?

 3. Klare Ziele bzw. Erwartungen

Wenn Ihre Mitarbeiter nicht wissen, welche Ziele es bei der Arbeit zu erreichen gilt und welche Erwartungen Sie als Führungskraft an sie haben, können sie auch nicht eigenständig arbeiten – und Sie so auch als Führungskraft entlasten. Außerdem haben die Mitarbeiter dann nur wenige Erfolgserlebnisse, weil sie ja ziel- und orientierungslos arbeiten.

Tipp: Klären Sie mit Ihren Mitarbeitern, ob ihnen ihre Aufgaben und die dabei zu erreichenden Ziele klar sind und ob sie diese verstanden haben. Die rhetorische Frage „Alles klar?“ zum Beispiel nach dem Delegieren einer Aufgabe, bringt wenig. Sie müssen sich als Führungskraft vergewissern, dass der Mitarbeiter die Aufgabe und die damit verbundenen Ziele verstanden hat.

Heftausgabe: November 2015
Seite:
Dr. Albrecht Müllerschön, Inhaber der Müllerschön Managementberatung

Über den Autor

Dr. Albrecht Müllerschön, Inhaber der Müllerschön Managementberatung

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