Markt

ABB: Erstes Quartal mit Verlust

07.05.2003

Anzeige

Der schwedisch-schweizerische Technologiekonzern ABB hat das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit Verlusten beendet. Das Nettoergebnis drehte von plus 155 Mio. Dollar im Vorjahr auf minus 45 Mio. Dollar. Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 15 Mio. Euro gerechnet. Der Verlust wurde hauptsächlich auf das schwache Finanzgeschäft und nicht weiter geführte Aktivitäten zurückgeführt. Auch das EBIT brach um 66% auf 92 Mio. Dollar ein, während der Umsatz um 14% auf 4,495 Mrd. Dollar gesteigert werden konnte.


Der Auftragsstand lag per Ende des ersten Quartals bei 5,081 Mrd. Dollar, 8% über dem Vorjahreswert. Die ABB-Kerndivisionen Energietechnik und Automationstechnik konnten hingegen wachsen. Das EBIT in diesen Bereichen stieg um 33% auf 290 Mio. Dollar. Das Betriebsergebnis der Energietechnik stieg im Vorjahresvergleich um 16% auf 128 Mio. Dollar, jener der Automationstechnik um 50% auf 162 Mio. Dollar. Die Umsätze nahmen um 17 beziehungsweise 20% auf 1,784 bzw. 2,230 Mrd. Dollar zu.


Bis 2005 sollen die Umsätze jährlich um 4% steigen, die EBIT-Marge für das Gesamtjahr wurde ebenfalls auf 4% festgelegt. Im Zuge des Kostensenkungsprogrammes „Step Change“ wurden im ersten Quartal 70 Mio. Dollar eingespart. Etwa 1700 der insgesamt rund 4000 Stellen, die in Q1 abgebaut wurden, waren auf „Step Change“ zurückzuführen. Das gegen Ende 2002 eingeführte Programm mit einer 18-monatigen Laufzeit hat die Senkungen der Kostenbasis um rund 800 Mio. Dollar zum Ziel.


Per Quartalsende beschäftigte ABB 135067 Personen, verglichen mit 139051 Ende 2002. Der Konzern hatte das Geschäftsjahr 2002 mit einem Rekordverlust in Höhe von 787 Mio. Dollar abgeschlossen. Das Minus wurde vor allem mit hohen Abschreibungen im Zuge der Asbest-Klagen in den USA begründet.

Loader-Icon