Abwasser wird zur Energiequelle

Abwasserwärmetauscher RoWin B

28.09.2010 Mit dem Abwasserwärmetauscher RoWin von Huber lässt sich Abwasser als Energiequelle nutzen. Primäres Ziel der Klärschlammentwässerung auf Kläranlagen ist es den Feststoffgehalt des Schlammes zu erhöhen. Nach derzeitigem Stand der Technik werden nach Entwässerungsanlagen Trockensubstanzgehalte von ca. 30 % erreicht. Im Verhältnis zur Eingangsfracht werden dem Schlamm in der Regel ca. 25 % Wasser entzogen. Dieses wird zusammen mit dem Abwasser wieder der Anlage zugeführt und den einzelnen Behandlungsschritten unterzogen. Was hierbei gänzlich unbeachtet bleibt, ist die Tatsache, dass das abgeschiedene Wasser eine sehr hohe Temperatur besitzt.

Anzeige
Abwasserwärmetauscher RoWin B

Mit dem Wärmetauscher lässt sich die Energie von Abwässern nutzen (Bild: Huber)

Aufgrund der biologischen Aktivitäten im Faulturm bei einer Temperatur von ca. 36°C besitzt das Filtrat eine große Wärmeenergie.  Durch den Einsatz des Abwasserwärmetauschers RoWin B kann die Wärmeenergie dem Filtratwasser entzogen und genutzt werden. Mit Hilfe von Wärmepumpen kann die Nutztemperatur weiter angehoben werden. Dadurch bieten sich direkt auf der Kläranlage verschiedene Einsatzmöglichkeiten. Dazu gehöhren die  Aufheizung des Faulturms mit Vorlauftemperaturen zwischen 40 und 50 °C. Durch diese Kreislaufführung der Energie lässt sich ein Großteil der konventionellen Heizkosten einsparen. Ebenso kann die zurückgewonnene Energie für die Beheizung der Sozialbauten auf einer Kläranlage genutzt werden. Durch den Einsatz einer Fußbodenheizung können so ca. 80% der Nutzenergie aus
Filtratwasser gewonnen werden. Strebt man nach der Entwässerung des Klärschlammes durch Zentrifugen, Filterbandpressen o.ä. einen noch höheren Trockensubstanzgehalt an, bietet der Markt weitere Trocknungsverfahren. Hierzu kann die aus dem Filtratwasser gewonnene Energie unterstützend eingesetzt werden, womit dieses Verfahren eine umweltschonende Reduzierung der Entsorgungskosten darstellt. 

Loader-Icon