Akzonobel: Umsatz im dritten Quartal um 5 Prozent gesunken

25.10.2013 Das niederländische Chemieunternehmen Akzo Nobel, Amsterdam, hat im 3. Quartal einen Umsatz von 3,778 Mrd. Euro erzielt, 5 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang resultiert aus ungünstigen Währungseffekten und dem Verkauf von Geschäftsaktivitäten.

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Akzonobel: Umsatz im dritten Quartal um 5 Prozent gesunken

Keith Nichols, CFO von Akzonobel, kommentierte die Quartalszahlen so: Das diesen Ergebnissen zugrundeliegende Marktumfeld habe sich nicht verändert, die Nachfrage sei weiterhin schwach (Bild: Akzobel)

So verkaufte das Unternehmen das Building Adhesives-Geschäft (am 1. Oktober abgeschlossen). Niedrigere Restrukturierungskosten und höhere Volumen halfen, das operative Konzernergebnis um 22 % auf 303 Mio. Euro zu steigern. Außerdem hat das Unternehmens bereits Pläne angekündigt für weitere Effizienz- und Leistungsverbesserungen in Deutschland und innerhalb von Functional Chemicals sowie Pläne, die Managementstruktur von Decorative Paints zu vereinfachen. Ziel dieser Maßnahmen ist, wettbewerbsfähiger zu werden.

Das Unternehmen veröffentlichte auch Details zu Investitionen von mehr als 50 Mio. Euro in 2 neue Produktionsstätten, um der wachsenden Nachfrage im Westen Chinas nachzukommen. Darüber hinaus behauptete AkzoNobel seine Erstplatzierung im Dow Jones Sustainability-Index innerhalb der Industriegruppe „Materials“.

Im Vergleich zum Vorjahr waren die Umsätze von Decorative Paints in Höhe von 1,136 Mrd. Euro im 3. Quartal stabil, wobei höhere Mengen durch ungünstige Währungseffekte aufgehoben wurden. Obwohl die Bedingungen in Europa allgemein herausfordernd bleiben, waren die weltweiten Mengen höher als im gleichen Quartal des Vorjahres. Niedrigere Kosten und niedrigere Restrukturierungskosten trugen zu einem gestiegenen operativen Ergebnis von 107 Mio. Euro im 3. Quartal 2013 bei. Dies ist mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Die Umsätze von Performance Coatings sanken im Quartal um 4 % auf 1,415 Mrd. Euro verglichen mit letztem Jahr, wobei der Rückgang ungünstigen Währungseffekten zugerechnet werden kann. Während das Volumen insgesamt 2 % höher war, beeinflusste die schwache Nachfrage in Europa alle Geschäfte. Die Restrukturierungskosten in Q3 waren 2013 niedriger als im Jahr zuvor, was als Ergebnis ein um 23 % verbessertes operatives Ergebnis von 160 Mio. Euro zur Folge hat.

Der Umsatz von Specialty Chemicals lag 10 % niedriger bei 1,252 Mrd. Euro, hauptsächlich ein Ergebnis der Veräußerung von Chemicals Pakistan und negativer Währungseffekte. Die Mengen zeigten im Vergleich zum Vorjahr keine Entwicklung. Das operative Ergebnis lag um 20 % niedriger bei 107 Mio. Euro, hauptsächlich eine Folge aus den Kosten, die beim Performance Improvement Program (Programm zur Ergebnisverbesserung) in der Business Unit Functional Chemicals angefallen sind.

Der CFO des Unternehmens, Keith Nichols, kommentierte die Quartalszahlen so: „Das diesen Ergebnissen zugrundeliegende Marktumfeld hat sich nicht verändert, die Nachfrage ist weiterhin schwach und auf vergleichbarer Basis war das dritte Quartal im letzten Jahr besonders schwach. Trotzdem zeigen die Maßnahmen, die wir unternommen haben, um den Herausforderungen unseres Geschäftes zu begegnen, positive Effekte. Der Return on Sales vor Restrukturierungskosten hat sich in allen drei Business Areas verbessert, hauptsächlich wegen unserer Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung.“

Das im Oktober 2011 bekannt gegebene Programm zur Ergebnisverbesserung liegt im Plan um den Ebitda-Zuwachs in Höhe von 500 Mio. Euro zum Ende dieses Jahres zu erzielen, ein Jahr früher als geplant. Weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung wurden im Zuge der Intensivierung der Restrukturierungsmaßnahmen identifiziert. Deren Nutzen wird in 2014 und in den Folgejahren realisiert werden. Wie zuvor berichtet, wird der Großteil der Restrukturierungskosten der 2. Hälfte des Jahres 2013 in das 4. Quartal fallen.

In diesem Jahr hat Akzonobel bislang 144 Mio. Euro einer erwarteten Gesamtjahressumme an Restrukturierungskosten in Höhe von 300 Mio. Euro verbucht, davon 75 Mio. Euro im 3. Quartal. Das Unternehmen wird damit fortfahren, weitere Initiativen zu implementieren, um die Leistung des Unternehmens zu verbessern, während es sich hin zu einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und integrierten operativen Exzellenz bewegt.

Das wirtschaftliche Umfeld bleibt herausfordernd und Akzonobel erwartet keine frühzeitigen Verbesserungen der Trends in den Endkunden-Märkten des Unternehmens. Die Beschleunigung des Programms zur Ergebnisverbesserung und die im Februar verkündeten strategischen Prioritäten sind aus der Sicht des Unternehmens der richtige Fokus, den man in diesen Märkten haben muss. Akzonobel erwartet Restrukturierungskosten in Höhe von rund 160 Mio. Euro im 4. Quartal. Dies bedeutet, dass es unwahrscheinlich ist, dass das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen im Gesamtjahr über 908 Mio. Euro liegen wird.

Die in dieser Nachricht enthaltenen Zahlen für 2012 beinhalten nicht die im letzten Jahr erfolgte Abschreibung auf Decorative Paints in Höhe von 2,1 Mrd. Euro, um eine 1:1-Betrachtung zu ermöglichen.

(dw)

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