Joint Venture

Akzonobel und Atul planen MCA-Werk in Indien

17.05.2017 Akzonobel und der indische Chemiekalienhersteller Atul errichten gemeinsam eine Produktionsstätte für Monochloressigsäure (MCA) am Atul-Standort im indischen Bundesstaat Gujarat.

Anzeige

Beide Konzerne beteiligen sich mit jeweils 50 % an dem Gemeinschaftsprojekt mit dem Namen „Anaven“. Die Produktion von MCA soll im ersten Quartal 2019 beginnen. Akzonobel will damit seine Position im MCA-Markt ausbauen. Die Partnerschaft soll außerdem die Position von Atul als Anbieter des Herbizids 2,4-D stärken. MCA ist ein Ausgangsstoff für dessen Produktion. MCA ist ein wichtiger Baustein der chemischen Industrie und dient als Ausgangsstoff für zahlreiche Chemikalien. Beispiele sind Verdickungsmittle in der Lebensmittel-, Körperpflege-Industrie, aber auch im Öl- und Bergbau-Sektor. Hinzu kommen Agrochemikalien, Klebstoffe, Tenside, Pharmazeutika und Kosmetika.

Make in India

Im Rahmen der Partnerschaft verwenden die Konzerne Chlor und Wasserstoff, die von Atul produziert werden. Sie nutzen dabei die vorhandene Infrastruktur des Standorts und umweltfreundliche Hydriertechnologie von Akzonobel. Zunächst ist eine Kapazität von 32.000 t/a geplant. Das Werk ist jedoch auf zukünftige Erweiterung bis 60.000 t/a ausgelegt. Diese Menge reicht aus, um den MCA-Bedarf von sowohl Atul als auch des indischen Marktes zu bedienen.

Die Anaven-Partnerschaft wird unserem Ziel helfen, Akzonobel Specialty Chemicals in Indien profitabel voranzutreiben“, sagte Managing Director Knut Schwalenberg. „Unsere Zusammenarbeit mit Atul ist Teil der Strategie, unsere führende Position bei MCA durch geteilte Investitionen zu erweitern.“ Sunil Lalbhai, Chairman and Managing Director bei Atul fügte hinzu: „Wir freuen uns, mit Akzonobel als Partner State-of-the-art-Technologie für MCA nach Indien zu bringen. Das Anaven-Projekt wird sich in die „Make-in-India“-Initiative der indischen Regierung einfügen.“

Loader-Icon