Alstom-Übernahme: GE streicht tausende Stellen in Europa – Mannheim stark betroffen

14.01.2016 Nach der Übernahme nun der Kahlschlag: Der amerikanische Kraftwerksbauer General Electric (GE) will in Europa 6.500 von insgesamt 48.000 Stellen im Energiesektor streichen. 1.700 davon in Deutschland. Betroffen sind vor allem Mitarbeiter der Kraftwerkssparte der im vergangenen Jahr übernommenen Alstom.

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Alstom-Übernahme: GE streicht tausende Stellen in Europa - Mannheim stark betroffen

GE streicht in der Energiesparte in Europa 6.500 Stellen (Bild: salavan-Fotolia)

Alleine im ehemaligen Alstom-Turbinenwerk in Mannheim sollen Medienberichten zufolge 1.066 von 1.800 Stellen wegfallen. In Stuttgart, wo Boiler für Turbinen hergestellt werden, entfallen 255 von 388 Arbeitsplätze, die Turbinenschaufel-Produktion in Bexbach (Saarland) wird geschlossen. Bei der Schweizer Alstom-Tochter soll jede vierte Stelle (1.300 von 5.500) gestrichen werden.

GE hatte sich die Energietechnik-Sparte von Alstom im vergangenen Jahr in einer spektakulären Übernahmeschlacht für 12 Mrd. Euro einverleibt und damit den Konkurrenten Siemens ausgestochen. Um den Konzern übernehmen zu dürfen, musste GE dem französischen Staat versprechen, innerhalb von drei Jahren 1.000 neue Arbeitsplätze in Frankreich zu schaffen. Nun wurde auch dort der Abbau von 765 Stellen angekündigt. Um das Versprechen zu halten, sollen diese Stellenstreichungen in Frankreich in anderen Bereichen von GE kompensiert werden. 

Weitere CT-Meldungen zur Übernahme finden Sie hier.

(as)

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