Kapital für Investitionsprojekt

Alzchem plant Börsengang

17.01.2017 Der Spezialchemie-Hersteller Alzchem plant im 1. Halbjahr 2017 einen Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse. Das Unternehmen mit Hauptsitz im bayerischen Chemiedreieck (Trostberg) will dadurch 40 bis 50 Mio. Euro erlösen.

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Der Börsengang zielt auf eine Kapitalerhöhung und soll für den Bau einer neuen Produktionsanlage am Standort Trostberg investiert werden. Als vertikal integriertes Chemieunternehmen mit 1.480 Mitarbeitern produziert und vermarktet AlzChem chemische Erzeugnisse der Calciumcarbid-/Calciumcyanamid-Wertschöpfungskette (NCN-Kette) für diversifizierte Märkte. Dabei handelt es sich um Produkte mit typischer Stickstoff-Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung, die in einer Vielzahl von Branchen Anwendung finden.

Alzchem unterhält vier Produktionsstätten in Deutschland, eine Carbid-Fabrik in Schweden, eine Vertriebstochter in den USA sowie eine chinesische Tochtergesellschaft für den Einkauf von Rohstoffen und den Vertrieb in Asien, um Kunden weltweit zu bedienen.

„Wir nehmen eine führende Marktposition in ausgewählten Nischenmärkten ein. Darunter fallen die Märkte für Futtermittelzusatzstoffe und Nahrungsergänzungsmittel, die über große Wachstumspotenziale verfügen. Wir sehen uns sehr gut positioniert, um in der Zukunft profitabel zu wachsen. Neben der vertikalen Integration zeichnet uns der klare Fokus auf Forschung und Entwicklung aus. Darüber hinaus sind wir durch hohe Markteintrittsbarrieren geschützt“, erläutert der Vorstandsvorsitzende Ulli Seibel die Positionierung von Alzchem.

Marge von über 14,3 Prozent

Die operative Tätigkeit der AlzChem AG ist in die Geschäftssegmente Specialty Chemicals, Basics & Intermediates sowie Other & Holding unterteilt. In den ersten neun Monaten 2016 wurden insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 250,5 Mio. Euro erwirtschaftet (9M/2015: 248,2 Mio. Euro). Davon entfielen 51,1% (128,0 Mio. Euro) auf das Segment Specialty Chemicals, 41,6% (104,3 Mio. Euro) auf Basics & Intermediates und weitere 7,3% (18,2 Mio. Euro) auf Other & Holding. Die Ebitda-Marge in den ersten neun Monaten 2016 belief sich auf Gruppenebene auf 14,3% (vor Abzug nicht-operativer Einmaleffekte im Rahmen des geplanten Börsengangs) und auf 23,4% im Geschäftssegment Specialty Chemicals. In den ersten neun Monaten 2016 wurden 40,8% der Umsätze in Deutschland und entsprechend 59,2% im Ausland erwirtschaftet.

(as)

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