Anlagenbauer aus Essen

Anlagenbauer Oschatz stellt Insolvenzantrag

13.02.2017 Das Essener Anlagenbauunternehmen Oschatz ist isolvent. Das im Kesselbau, der Kraftwerkstechnik und der themischen Entsorgung tätige Unternehmen hat in der vergangenen Woche einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.

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Oschatz baut unter anderem Anlagen zur thermischen Abluftreinigung. Bild: Oschatz

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter für Oschatz wurde der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus bestellt. Kebekus und sein Team verschaffen sich derzeit einen ersten Überblick über das international tätige Unternehmen mit rund 1.200 Mitarbeitern und verschiedenen Tochtergesellschaften weltweit. Oberste Zielsetzung sei die Fortführung des Geschäftsbetriebes mit allen Sach- und Personalkapazitäten. Gleichzeitig soll ein Sanierungskonzept erarbeitet
werden, um eine langfristige Perspektive für das Unternehmen zu schaffen.

Im Rahmen einer Betriebsversammlung informierte der vorläufige Insolvenzverwalter die Belegschaft heute über die Abläufe des Insolvenzeröffnungsverfahrens und darüber, dass unverzüglich die notwendigen Maßnahmen zur Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes eingeleitet werden. Damit sind die Löhne und Gehälter aller Mitarbeiter für zunächst bis zu drei Monaten abgesichert.

Oschatz  ist seit 165 Jahren im  Anlagenbau,  in  der Energierückgewinnung und in der Kraftwerkstechnik tätig. Das Unternehmen beschäftigt 1.200 Mitarbeiter und hat 17 Tochterunternehmen sowie Vertretungen auf der ganzen Welt. Zu den Produktbereichen zählen die Eisen-  und  Stahlmetallurgie,  Nichteisenmetallurgie,  Chemie-  und  Kraftwerkstechnik sowie die Filtertechnik.

(as)

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