Anlagenbauer Voith kürzt 1.600 Stellen und verkauft Industriedienstleistungssparte

03.02.2015 Der württembergische Maschinen- und Anlagenbauer Voith plant harte Einschnitte. Wegen dem stark rückläufigen Geschäft mit Papiermaschinen sollen in der Papiersparte weltweit 1.600 Stellen entfallen. Davon 870 in Deutschland. Außerdem soll die Industrie-Dienstleistungssparte verkauft werden.

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Anlagenbauer Voith kürzt 1.600 Stellen und verkauft Industriedienstleistungssparte

Voith will in der Papiersparte 1.600 Stellen streichen und das Geschäftsfeld Industriedienstleistungen verkaufen (Bild: Voith)

Im Konzernbereich Industriedienstleistungen sind weltweit rund 18.000 Mitarbeiter beschäftigt – der Bereich erlöste zuletzt einen Jahresumsatz von 1,2 Mrd. Euro. Im Zuge des geplanten Verkaufs wird Martin Hennerici, bisher CEO von Voith Industrial Services, das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Sein Nachfolger als CEO von Voith Industrial Services wird Markus Glaser-Gallion, bisher für den Bereich Automotive verantwortlich. Hubert Lienhard wird in der Konzerngeschäftsführung die Verantwortung für den Konzernbereich bis zu dessen Verkauf übernehmen.

„Wir werden den Konzern stark auf unsere Engineering-Kompetenz ausrichten. Unsere bestehenden, vor allem in der Mechanik beheimateten Bereiche werden wir in den nächsten Jahren gezielt um Kompetenzen der Automatisierung und Industriesoftware erweitern“, erklärt Hubert Lienhard, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung im Rahmen einer Pressemeldung von gestern. Lienhard: „Die Marktbedingungen für den Maschinenbau verändern sich gerade tiefgreifend. Voith stellt sich den Herausforderungen und wird nun die nächste Phase des Konzernumbaus konsequent angehen. Wir fokussieren uns auf unsere traditionelle Stärke: unsere durch langjährige Forschungs- und Entwicklungstätigkeit aufgebaute technologische Engineering-Kompetenz. Gleichzeitig arbeiten wir an unseren Strukturen und unserer Schlagkraft. Damit gehen wir entschlossen weitere Schritte auf unserem Weg, Voith nachhaltig als wettbewerbsfähigen Technologieführer im digitalen Zeitalter aufzustellen.“

Mit der Akquisition von 25,1 Prozent am Roboterhersteller Kuka im November 2014 hatte das Unternehmen bereits einen wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht.

Hier finden sie die vollständige Pressemeldung von Voith.

(as)

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