Asset-Tausch zwischen Wintershall und Statoil abgeschlossen

01.08.2013 Wintershall, Kassel, steigert mit dem abgeschlossenen Asset-Tausch mit dem norwegischen Öl- und Gaskonzern Statoil ASA seine Produktion in Norwegen. Durch die Übertragung von Anteilen an drei Öl- und Gasfeldern erhöht Wintershall seine  Produktion in Norwegen von rund 3.000 Barrel Öläquivalent (boe) auf knapp 40.000 boe pro Tag.

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Asset-Tausch zwischen Wintershall und Statoil abgeschlossen

Wintershall baut die Förderung von Öl und Gas vor der norwegischen Küste von 3.000 auf knapp 40.000 Barrel Öläquivalent aus. Im Bild: Brage-Plattform in der Nordsee (Oeyvind Hagen/Statoil)

Das BASF-Tochterunternehmen Wintershall erwirbt an den Feldern Brage 32,7 %, Vega 30 % und Gjøa 15 % der Geschäftsanteile. Die Transaktion ist mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2013 vollzogen worden. Zusätzlich soll Wintershall mit Brage zum ersten Mal die Betriebsführerschaft einer großen Produktionsplattform auf dem Norwegischen Kontinentalschelf übernehmen.

Die Übertragung der Betriebsführerschaft von Statoil an Wintershall ist zum 1. Oktober 2013 geplant. „Durch die Kooperation mit der norwegischen Statoil setzen wir unsere Strategie, mit unseren Aktivitäten weiter an der Quelle zu wachsen, fort“, sagte Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender der Wintershall.

Statoil erhält im Zuge der Transaktion von Wintershall einen 15-prozentigen Anteil am Entwicklungsprojekt Edvard Grieg sowie einen finanziellen Ausgleich in Höhe von 1,35 Mrd. US-Dollar. Die Ausgleichszahlung wird mit den Erträgen der anteiligen Produktion aus den Feldern Brage, Vega und Gjøa seit dem 1. Januar 2013 verrechnet. Eine zusätzliche Zahlung von bis zu 100 Mio. US-Dollar wird bei erfolgreicher zukünftiger Entwicklung im Vega-Feld von Wintershall geleistet.

„Mit Brage werden wir in Norwegen den eigenoperierten Produktionsausbau starten. Das ist für uns ein wichtiger Schritt und stärkt unsere Rolle als verantwortungsbewusster Partner für Öl und Gas in Norwegen“, sagte Bernd Schrimpf, Managing Director von Wintershall Norge.

Im Rahmen der Transaktion vereinbarten die beiden Unternehmen zudem gemeinsame Forschungsaktivitäten zur Erhöhung der Ölausbeute (EOR – Enhanced Oil Recovery) und prüfen dabei den Offshore-Einsatz der innovativen, von Wintershall und BASF entwickelten Technologie „Schizophyllan“. Auch bei der Forschung nach unkonventionellen Kohlenwasserstoffvorkommen in Deutschland und in anderen Regionen wollen Wintershall und Statoil zusammenarbeiten.

(dw)

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