Anlagenstillstände

Auch BASF und Evonik von Wirbelsturm Harvey betroffen

30.08.2017 An der vom Wirbelsturm Harvey verwüsteten Küste von Texas befinden sich auch Niederlassungen deutscher Chemiefirmen. Evonik hat bereits zwei Standorte geschlossen, BASF schließt einen solchen Schritt nicht aus.

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BASF und Yara: Spatenstich für Ammoniakanlage in Texas gesetzt

Verbundstandort Freeport in Texas: BASF ist bereit, die Anlagen wegen des Wirbelsturms Harvey herunterzufahren. (Bild: BASF)

In den betroffenen Evonik-Werken in Pasadena und Deer Park arbeiten rund 80 Mitarbeiter. Chemikalien vor Ort konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, berichtet das Handelsblatt. Welcher Schaden dem Unternehmen durch den erzwungenen Stillstand entsteht, ist noch unklar. Covestro hat die Produktion in Baytown und Channelview gedrosselt. Die Lanxess-Standorte Orange und Baytown produzieren unterdessen weiter.

Der deutsche Chemie-Riese BASF verfügt in Texas über sechs Standorte mit insgesamt etwa 3.000 Mitarbeitern. Die größeren Anlagen sind noch in Betrieb, lediglich kleinere Standorte seien bislang heruntergefahren, so das Unternehmen laut einem Reuters-Bericht. Allerdings könnten noch wesentlich kostspieligere Maßnahmen erforderlich werden: Ein Cracker zur Verarbeitung von Rohöl und Gas in Port Arthur oder der Verbund-Standort Freeport stünden unter Beobachtung und müssten unter Umständen pausieren.

Der Hauptsitz des von Clariant angestrebten Fusionspartners Huntsman im Ort The Woodlands sowie sechs weitere Produktionsstandorte des Konzerns sind ebenfalls vorübergehend stillgelegt.

 

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