BASF mischt Wasser- und Ölchemikalien-Geschäft und streicht Stellen

28.03.2013 BASF wird ihre Geschäfte mit Wasser-, Ölfeld- und Bergbauchemikalien zum 1. April 2013 zusammenführen. Damit sollen die Effizienz erhöht sowie die Wachstumsstrategien in den jeweiligen Geschäften unterstützt werden. Die neue globale Geschäftseinheit wird ihren Sitz in Ludwigshafen haben. Ca. 215 Stellen sollen gestrichen werden.

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BASF mischt Wasser- und Ölchemikalien-Geschäft und streicht Stellen

Bild: BASF

 

„Wir bündeln die Stärken dieser Geschäfte und verbessern gleichzeitig unseren Marktansatz, unsere operative Exzellenz sowie unsere Innovationsstärke. Dadurch können wir unseren Kunden in der Wasser-, Öl- und Bergbauindustrie noch innovativere Lösungen anbieten“, sagte Hans W. Reiners, Leiter des Unternehmensbereichs Performance Chemicals.

Zu den betroffenen Produkten gehören solche für die industrielle und kommunale Wasseraufbereitung, für die Öl- und Gasexploration und -förderung sowie zur Erzverarbeitung im Bergbau. Alle drei Geschäfte basieren insbesondere auf der Polyacrylamid (PAM) Wertschöpfungskette. Mit der Zusammenführung der Geschäfte will der Chemiekonzern durch eine Reihe von Maßnahmen die Effizienz in der PAM-Produktion verbessern. Umfangreiche Investitionen sollen die Leistung bestehender Anlagen erhöhen und zusätzliche Kapazitäten schaffen. Außerdem sollen die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verstärkt sowie ein neuer Bio-Acrylamid-Prozess zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit eingeführt werden.

 

Maßnahmen fördern die Effizienz

Im Rahmen der Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz im Water Solutions Geschäft rechnet BASF mit einem Abbau von weltweit circa 215 Stellen. Der Stellenabbau wird vor allem die Standorte in Bradford und Grimsby/Großbritannien betreffen. „Die geplanten umfassenden Maßnahmen sind notwendig, um wieder wettbewerbsfähig zu werden. Ergänzend planen wir umfangreiche Investitionen in neue Technologien in Europa und Nordamerika sowie in unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten“, sagte Reiners. BASF geht davon aus, dass die geplanten Maßnahmen bis spätestens Ende 2015 vollständig umgesetzt sind.

Innerhalb der künftigen Organisation werden die PAM-Produktion sowie die entsprechenden Produktlinien für alle Geschäfte gemeinsam gesteuert. Zugrunde liegt eine umfassende PAM-Strategie, die sowohl kationisches als auch anionisches PAM umfasst und so zusätzlichen Wert schafft.

Verkauf von Industrial Water Management geplant

Das Geschäft Water Solutions der BASF wird sich zukünftig voll auf innovative chemiebasierte Lösungen für den Wassermarkt konzentrieren. Aus diesem Grund plant BASF, das serviceorientierte Industrial Water Management Geschäft in Lyon/Frankreich an einen strategischen Partner zu verkaufen, der das Geschäft weiter ausbauen und den derzeit 61 Beschäftigten eine langfristige Perspektive geben kann.

 

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