Erdgasmangel

BASF muss MDI-Werk in China schließen

14.12.2017 Wegen Erdgasmangel muss der Chemiekonzern BASF eine Fabrik im Südwesten Chinas vorübergehend stilllegen. Die Dauer der Schließung ist noch unklar, der Konzern erklärte Force Majeure.

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BASF investiert in eine Wold-Scale-Anlage für Kunststoff-Antioxidantien am Standort Schanghai, China. (Bild: BASF SE)

Der BASF-Fabrik in Chongqing, China, geht das Gas für die MDI-Produktion aus. (Bild: BASF)

Ursache ist das Ziel der chinesischen Regierung, die Luftverschmutzung im Land zu reduzieren, wie das Handelsblatt berichtet. Dazu dient vermehrt Erdgas anstelle von Kohle zum Heizen. In der Region um den BASF-Standort Chongqing hatte die zuständige Komission für nationale Entwicklung und Reformden Erdgasbedarf jedoch falsch eingeschätzt, was zu einem akuten Mangel an Ergas geführt hat.

Neben BASF sind auch andere Chemiefabriken von dem fehlenden Rohstoff betroffen. BASF erklärte für seine Methylendiphenylisocyanat (MDI)-Produktion vor Ort Force Majeure. Das Werk stellt etwa 5 % der weltweiten MDI-Produktion her. MDI ist ein wichtiger Ausgangsstoff für Kunsstoffschäume und Elastan, welches unter anderem für Stoffe und Kleidung nötig ist. Eine BASF-Führungskraft sagte gegenüber der Financial Times „Es wird eng für Elastan.“

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