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BASF richtet Polyamid-Produktion neu aus

12.09.2016 BASF richtet ihre Caprolactam-Produktion in Europa neu aus und reduziert schrittweise die Kapazität über die nächsten 18 Monate um 100.000 t auf 400.000 t/a. In Ludwigshafen schließt der Konzern Teile der Caprolactam-Produktion sowie Anlagen für die Vorprodukte Anolon und Oleum.

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Polyamid 6 kommt unter anderem in der Automobil-Industrie zum Einsatz. (Bild: Misha – Fotolia)

Caprolactam ist Ausgangsprodukt für den Kunststoff Polyamid 6. Die Polyamid 6-Wertschöpfungskette ist in den Verbund integriert und reicht von Vorprodukten wie Ammoniak bis hin zu technischen Kunststoffen, die beispielsweise im wachsenden Geschäft mit der Automobil- und Elektroindustrie zum Einsatz kommen.

Ziel der Maßnahme ist es, die Polyamid 6-Wertschöpfungskette des Chemieunternehmens in einem schwierigen Marktumfeld weiter zu stärken. „Mit der gestrafften Produktionsstruktur werden wir unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessern“, erklärt Joachim Queisser, Leiter der europäischen Geschäftseinheit Polyamide und Vorprodukte bei BASF. „Gleichzeitig schaffen wir die Möglichkeit, unsere Kapazitäten flexibler zu steuern. So können wir uns noch besser auf veränderte Marktbedingungen einstellen.“

Bereits im Jahr 2013 hatte BASF die Produktionskapazität für Adipinsäure, einem Vorprodukt für den Kunststoff Polyamid 6.6, gemäß dem veränderten Geschäftsumfeld um mehr als 20 % auf 210.000 t/a angepasst. Der Konzern betreibt Anlagen zur Herstellung von Polyamid in Ludwigshafen/Deutschland, Antwerpen/Belgien sowie Freeport/ Texas/USA und Schanghai/China.

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