Joint Venture

BASF und Yara eröffnen Ammoniak-Anlage in Texas

12.04.2018 Der Norwegische Chemiekonzern Yara und BASF haben gemeinsame eine World-scale-Anlage für Ammoniak in Freeport, Texas, in Betrieb genommen. Das Werk nutzt eine kosteneffiziente und nachhaltige Alternative zu Erdgas als Rohstoff.

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BASF erhöht global Hexandiol-Kapazität

Am Verbundstandort Freeport in Texas, USA, haben BASF und Yara eine Ammoniak-Anlage mit einer Kapazität von 750.000 t/a in Betrieb genommen. (Bild: BASF)

Die für 600 Mio. US-Dollar am BASF-Standort in Freeport errichtete Anlage nutzt Wasserstoff, welcher als Nebenprodukt in anderen petrochemischen Prozessen nahegelegener Anlagen anfällt. Damit entfällt der in anderen Ammoniak-Anlagen verbreitete Schritt, Wasserstoff aus Erdgas zu gewinnen. Dies senkt Investitions- und Wartungskosten. Mit dem Bau der Anlage hatten die Partner 2015 begonnen.

Die Kapazität der Anlage beträgt 750.000 t/a. An dem Betrieb Yara Freeport LLC hält Yara 68 % und BASF 32 %. Beide Betreiber erhalten Ammoniak entsprechend ihrer Besitzanteile. BASF wird das produzierte Ammoniak vornehmlich in die Produktion von Polyamid 6 leiten. Dieses Polymer kommt vor allem im Spritzguss sowie in Teppichfasern, Verpackungen und Kabelisolierungen zum Einsatz. Yara plant, das Ammoniak direkt an Industrie und Landwirtschaft in Nordamerika zu vermarkten. Yara hat dazu Speicherkapazitäten am Hafen von Freeport errichtet. BASF hat sein bestehendes Terminal und Pipelinesystem ausgebaut.

Prinzipien industrieller Symbiose

„Gemeinsam mit unseren Partnern bei BASF haben wir eine World-scale-Ammoniak-Anlage errichtet, die nicht nur den Standard hinsichtlich Sicherheit, Effizienz und Qualität anhebt, sonder auch die Prinzipien industrieller Symbiose nutzt, indem sie ein Nebenprodukt als Rohstoff für die Ammoniak-Produktion einsetzt“, sagte Präsident und CEO Svein Tore Holsether von Yara. „Dieses Joint Venture mit Yara stärkt nicht nur unseren Produktionsverbund am Standort Freeport, es zeigt auch die Bereitschaft von BASF, in Nordamerika zu investieren“, fügte Wayne T. Smith, Vorstandsvorsitzender und CEO von BASF Nordamerika, hinzu. „Mit der neuen Anlage können wir von Wirtschaftlichkeit im Weltmaßstab und attraktiven Rohstoffpreisen profitieren, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wertschöpfungskette in der Region zu stärken.“ (ak)

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