BASF-Unfälle: Pechsträne reißt nicht ab

25.03.2014 Die Pechsträne bei der BASF reißt nicht ab. Nachdem der Konzern in der vergangenen Woche infolge des Brandes in der Citral-Anlage für Aromachemikalien und Vitaminprodukte „Force Majeure“ erklären musste, flossen am Freitag aufgrund einer Störung zwei Tonnen einer wassergefährdenden Chemikalie in den Rhein. Tags darauf erlitt ein Mitarbeiter bei Reinigungsarbeiten Verbrühungen.

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BASF-Unfälle: Pechsträne reißt nicht  ab

Nach dem Brand in der Citral-Anlage der BASF in Ludwigshafen wird die Produktion noch für einige Wochen stillstehen (Bild: BASF)

 

Zum Chemikalienaustritt in den Rhein kam es am Freitag durch eine Störung beim Anfahren einer Anlage im Werksteil Nord in Ludwigshafen. Dabei gelangten zwei Tonnen N-Methyldiethanolamin in das betriebseigene Abwassersystem und von dort über die Kläranlage in den Rhein.  

N-Methyldiethanolamin kommt als Vorprodukt unter anderem in der Textilindustrie oder bei der Herstellung von Farbstoffen zur Anwendung. Die Chemikalie ist als schwach wassergefährdend (Wassergefährdungsklasse 1) eingestuft und ist gut biologisch abbaubar.

Zuvor war wegen eines durch einen technischen Defekt verursachten Brandes die Citral-Anlageabgestellt werden. Das Unternehmen erklärt für citral-basierte Aromachemikalien sowie für Vitamin A- und Vitamin E-Produkte für die Human- und Tierernährung „Force Majeure“.

Unter optimalen Bedingungen wird die Anlage wegen des Zwischenfalls aktuellen Schätzungen zufolge noch vier Wochen lang stillstehen. Soweit die BASF die betreffenden Produkte auf Lager hat, werden die Kunden auf Quotenbasis beliefert. Das „Force Majeure“ beeinträchtigt laut BASF „in keiner Weise die Sicherheit oder die Qualität der Produkte“.

(as)

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