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BAuA-Datenbank informiert über Gefahrstoffe in DDR-Produkten

14.01.2009

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Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat Daten zu gefahrstoffhaltigen Produkten erschlossen, die in der ehemaligen DDR verwendet oder produziert wurden. Diesbezügliche Anfragen fallen hauptsächlich an, wenn es um die Abklärung möglicher Berufskrankheiten von ehemaligen Beschäftigten der DDR-Betriebe geht. Doch bisher waren diese Daten nur schwer zugänglich. Zwar hat die BAuA das Archiv des Zentralinstituts für Arbeitsmedizin der DDR (ZAM) übernommen, in dem bis 1990 toxikologische und Expositionsdaten zu Gefahrstoffen und zu gefahrstoffhaltigen Produkten gesammelt wurden, doch diese Daten waren bisher kaum erschlossen.

Im Rahmen des Projektes „Informationen zu gefahrstoffhaltigen Produkten, die in der DDR hergestellt oder verwendet wurden“ hat die BAuA die verfügbaren Bestände zu Produktzusammensetzungen nun in einer Datenbank mit mehr als 8500 Einträgen zusammengefasst. Dabei griff sie auf die Daten aus dem ZAM und der ehemaligen Arbeitshygiene-Inspektion des Rates des Bezirkes Karl-Marx-Stadt zurück. Mit der „Datensammlung DDR-Produkte“ lässt sich schnell und einfach ermitteln, ob Beschäftigte beim Umgang mit bestimmten Produkten Gefahrstoffen ausgesetzt waren, und so gegebenenfalls ein Zusammenhang zwischen Erkrankungen und berufsbedingter Exposition herstellen.

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