Bayer gibt der WM den Kick

12.06.2014 Der Ball rollt wieder – und mit ihm das Know-how von Bayer Material Science. Der neue WM-Ball setzt sich aus Materialien zusammen, für die das Leverkusener Unternehmen Rohstoffe geliefert hat.

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„Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten.“ Sepp Herberger wusste damals ein Fußballspiel auf seine elementaren Bestandteile zu begrenzen. Ganz so stark vereinfachen lässt sich heute vieles nicht mehr – schon gar nicht der Ball. Schweinsleder und Bindfaden haben längst ausgedient. „Brazuca“ – so heißt das Spielgerät zur aktuellen WM – besteht aus drei Hauptteilen: einer Latexblase, der Karkasse aus Textilgewebe und der Oberflächenstruktur. Dabei setzt sich der Ball aus lediglich sechs Panels zusammen. Bisher waren es mindestens 12 und bis zu 32 Teile. Der Hauptgrund dieser wenigen, in sich identischen Panels: weniger Naht- beziehunsgweise Klebestellen – seit 2004 sind die Fifa-Bälle komplett thermoverklebt – und damit weniger Feuchtigkeit im Ball. Denn Feuchtigkeit, das kennen viele noch aus Leder-Tagen, macht den Ball zum schweren Geschoss. Da ein WM-Ball aber ein Gewicht zwischen 420 und 445 g aufweisen muss, hat der Hersteller Adidas zusammen mit Bayer Materialscience am Spielgerät getüftelt.

Die PU-Rohstoffe, die das Leverkusener Unternehmen zum Ball beigesteuert hat, sollen ihn zusammenhalten, aber auch elastisch und formstabil machen. Die einzelnen Panels des Balles sind mit einer wässrigen Dispersion auf Basis von Dispercoll U-Rohstoffen mithilfe von Thermo-Bonding verklebt. Auch zu den fünf Kunststoffschichten der Ballhülle hat das Unternehmen PU-Werkstoffe beigesteuert. Der Hüllenaufbau beginnt mit einem Haftstrich, der das textile Trägermaterial mit den darüber liegenden Schichten verbindet. Darauf folgt ein 1 mm dicker, elastischer PU-Schaum. Die äußere Hülle besteht aus drei PU-Lagen unterschiedlicher Stärke, die gegen äußere Einflüsse und Abrieb schützen sowie dafür sorgen, dass der Ball nach einem Schuss schnell wieder seine alte Form annimmt.

Getestet haben den Ball, dessen Name frei übersetzt die brasilianische Lebensfreude beschreibt, rund 600 Profi-Spieler bereits zweieinhalb Jahre im Vorfeld und bei allen möglichen Bedingungen. Pünktlich um 17 Uhr Brasilianischer Ortszeit (22 Uhr Mitteleuropäischer Zeit), rollt der „Brazuca“ zum ersten Mal auf WM-Rasen.

Hier können Sie tippen, welche Mannschaft bei der WM mit dem „Brazuca“ am besten zurechtkommt.

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