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Bayer leistet Beitrag zum Klimaschutz

18.05.2007

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Mit energiesparenden Produktionsverfahren will Bayer MaterialScience einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Bei der Gasphasenphosgenierung zur Herstellung von Toluylen-Diisocyanat (TDI) beispielsweise erfolgt der letzte Reaktionsschritt in der Gasphase statt wie bisher in der flüssigen Phase. Dadurch lassen sich rund 80 % an Lösemittel einsparen und in der Folge auch etwa 40 % an Energie. Durch die stark verkürzte Verweilzeit der Reaktionspartner in der Anlage kann diese deutlich kleiner dimensioniert werden als eine konventionelle Anlage gleicher Kapazität.

Bereits Mitte 2004 hat das Unternehmen eine nach dieser Technologie arbeitende Pilotanlage im Bayer Chemiepark Dormagen in Betrieb genommen, deren Kapazität bei 30000 t/a liegt. Aufgrund der bisherigen positiven Erfahrungen sollen künftig alle neuen TDI-Produktionsanlagen mit der Gasphasenphosgenierung ausgestattet werden, am integrierten Produktionsstandort Shanghai zum ersten Mal im Weltmaßstab.

Gemeinsam mit UhdeNora, DeNora Nordamerika und Bayer Technology Services hat Bayer MaterialScience ein Verfahren entwickelt, um aus der Salzsäure, die bei der Isocyanatproduktion als Nebenprodukt entsteht, das Chlor elektrolytisch zurückzugewinnen. Es wird aus der laufenden Produktion immer wieder recycelt. „Bei der Chlorgewinnung mittels Sauerstoffverzehrkathodentechnologie sparen wir rund 30 % Energie ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, denn die Salzsäureelektrolyse ist ein sehr energieintensiver Prozess“, sagte Dr. Christian Ohm, Leiter des Bereichs Inorganic Basic Chemicals.

Nach mehrjährigem erfolgreichem Betrieb einer Produktionsanlage in Brunsbüttel mit einer Jahreskapazität von 20000 t wird zurzeit am Standort Shanghai gemeinsam mit Bayer Technology Services und weiteren Partnern die erste nach diesem Verfahren arbeitende World-Scale-Anlage mit einer Kapazität von 215000 t/a errichtet.

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