Ausstieg aus der Kunsstoffsparte

Bayer macht weitere Covestro-Anteile zu Geld

11.01.2018 Der Bayer-Konzern hat über Nacht ein weiteres Paket an Aktien seiner früheren Kunststoff-Sparte Covestro verkauft. Am Mittwoch Abend platzierte der Chemiekonzern 21 Mio. Aktien bei instituionellen Investoren – deutlich mehr als geplant.

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Bayer will sich schrittweise vollständig von seinen Covestro-Anteilen trennen. (Bild: Covestro)

Die Aktien wurden institutionellen Investoren zu einem Ausgabepreis von 86,25 Euro je Aktie angeboten. Das ist nur 2,5 % weniger als der Schlusskurs von Mittwoch. Dennoch war das Interesse derart groß, dass Bayer statt der geplanten 18 Mio. Aktien 21 Mio. verkaufte. Der Erlös beträgt daher 1,8 Mrd. Euro, statt 1,5 Mrd. Euro.

Vollständige Trennung von Covestro geplant

Der Anteil von Bayer an Covestro sinkt damit von 24,6 % auf 14,2 %. Der Pensionsfonds von Bayer hält weitere 8,9 %. Mittelfristig will sich der Chemiekonzern vollständig von seiner ehemaligen Kunststoff-Sparte trennen. Obwohl das Unternehmen bereits seit 2015 an der Börse ist, begann Bayer erst im Jahr 2017 mit Aktienverkäufen. Unter 50 % sank der Anteil erst im Juni 2017. Seit dem Börsengang entwickelt sich die Aktie sehr positiv: Der Ausgabepreis lag beim Börsengang bei rund 24 Euro. Damit hat sich der Aktienkurs annähernd vervierfacht.

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