Milliarden-Fusion

Bayer-Monsanto: EU schaut genauer hin

23.08.2017 Die EU-Komission hat Phase II der Untersuchung des geplanten Zusammenschlusses von Bayer und Monsanto eingeleitet. Bayer hat angekündigt, weiter konstruktiv mit der Behörde zusammenzuarbeiten.

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Die Komission hatte die Prüfungsfrist Anfang August noch um zusätzliche drei Wochen verlängert, neues Fristende war der 22.08.2017. Die Unternehmen haben die Transaktion am 30. Juni 2017 bei der EU-Kommission angemeldet und am 31. Juli 2017 Verpflichtungsangebote vorgelegt. Aufgrund der Größe und des Umfangs der geplanten Übernahme von Monsanto hat Bayer eine nähere Untersuchung erwartet. In seiner Mitteilung betonte der Konzern seine Überzeugung von den Vorteilen des geplanten Zusammenschlusses für die Landwirte und Kunden. Bayer hofft nun, die Genehmigung der Kommission für die Transaktion bis Ende 2017 zu erhalten.

EU-Wettbewerbskomissarin Margrethe Vestager äußerte jedoch Bedenken, „dass der Zusammenschluss den Wettbewerb in Bereichen wie Pestiziden, Saatgut und agronomischen Merkmalen beeinträchtigen könnte.“ Dies berichtet die Tagesschau auf ihrem Online-Portal. Die Mega-Fusion würde eine beträchtlichen Teil des Saatguts weltweit unter einem Dach bündeln. Auch im Hinblick auf die Fusionen der ebenfalls in der Agrarchemie tätigen Konzerne Dow und Dupont sowie Syngenta und Chemchina sei eine Überprüfung der Wettbewerbslage notwendig. Diese Großfusionen waren nur unter strikten Auflagen möglich.

Nachgelegt: Bayer erhöht Angebot für Monsanto erneut

Saatgut-Fusion unter genauer Prüfung: Die EU-Kondition beginnt Phase II ihrer Untersuchung des geplanten Zusammenschlusses von Bayer und Monsanto. (Bild: Doreen_Salcher – Fotolia)

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