Bayer schließt Standort in USA

13.01.2011 Bayer CropScience nimmt mehrere Produktionsanlagen für die Herstellung von Carbamaten in Institute im US-Bundesstaat West Virginia außer Betrieb und schließt seinen Formulierungsstandort in Woodbine (Georgia). Aufgrund dieser Änderungen werden an beiden Standorten innerhalb von zwei Jahren rund 300 Stellen gestrichen.

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Bayer schließt Standort in USA

Achim Noack, Mitglied im Vorstand der Bayer CropScience: „Diese Entscheidung beruht auf verschiedenen Faktoren und berücksichtigt sowohl strategische als auch wirtschaftliche Erwägungen“ (Bild: Bayer)

„Diese Entscheidung beruht auf verschiedenen Faktoren und berücksichtigt sowohl strategische als auch wirtschaftliche Erwägungen. Sie steht im Einklang mit unserer globalen Strategie, den Schwerpunkt auf innovative Lösungen für die moderne Landwirtschaft zu legen und ältere Substanzen in unserem Portfolio zu ersetzen, darunter auch Produkte der WHO-Klasse I“, sagte Achim Noack, Mitglied im Vorstand von Bayer CropScience. In den vergangenen Jahren wurde die Substanzklasse der Carbamate größtenteils durch neuere Produkte ersetzt, was das Unternehmen zu einer Neuausrichtung seiner Strategie für das Carbamat-Geschäft veranlasste. Nach der im August 2010 geschlossenen Vereinbarung mit der US-Umweltschutzbehörde EPA, das Insektizid/Nematizid der Marke Temik® auslaufen zu lassen, ist die Herstellung bestimmter Carbamate für Bayer CropScience wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll.

„Aufgrund der Entscheidung, Temik vom Markt zu nehmen und unsere Methomyl- und Carbofuran-Produktion einzustellen, können bestimmte Anlagen an unserem Standort in Institute und die Formulierungsanlage in Woodbine nicht mehr wettbewerbsfähig betrieben werden“, erklärte Chris Evans, Senior Vice President Industrial Operations in Nordamerika von Bayer CropScience. Die betreffende Produktion, darunter auch die Herstellung von Methylisocyanat (MIC), wird in den kommenden 18 Monaten schrittweise eingestellt.

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