Befürchteter Stellenabbau

Beschäftigte protestieren gegen Linde-Praxair-Fusion

27.04.2017 Gewerkschaften und europäischer Betriebsrat von Linde setzten sich gegen die geplante Fusion mit dem Konkurrenten Praxair zur Wehr. Sie fürchten um tausende Arbeitsplätze und sehen ihre Mitbestimmung in Gefahr.

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Arbeitsplätze in Gefahr: An zahlreichen Linde-Standorten sind Protestaktionen gegen die Fusion mit Praxair geplant. (Bild: Linde)

Um die Fusion zwischen den beiden Industriegas-Konzernen wurde lange gerungen und sie gelang erst im zweiten Anlauf. Nun soll daraus der größte Gaskonzern der Welt entstehen. Die Gewerkschaften von Linde befürchten jedoch eine Schwächung von Linde, „da die Fusion eher den Charakter einer Übernahme durch Praxair“ habe. Die Führung des entstehenden Konzerns soll in den USA sitzen, Sitz der Holding ist in Dublin geplant. Mit dieser Verlegung des Firmensitzes werde „die Mitbestimmung der Arbeitnehmer ausgehöhlt“, heißt es in einer Mitteilung der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Linde beschäftigt rund 60.000 Mitarbeiter weltweit, allein 8.000 davon in Deutschland. Viele der Arbeitsplätze in Deutschland und Europa seien durch die Fusion bedroht, fürchten die Gewerkschaften.

Ihren Protest bringen die Beschäftigten, die IG Metall und die IG BCE mit einem Aktionstag am 27.04.2017 zum Ausdruck. An zahlreichen Linde-Standorten sollen Kundgebungen stattfinden. Die größte Aktion ist von 11.45 bis 12.30 Uhr vor der Linde-Zentrale in München geplant. Weitere Details finden Sie im Aufruf der IG BCE.

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