Ostsee-Pipeline

Bilfinger liefert Prozessleittechnik für Nord Stream 2

14.11.2017 Die Betreiber der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 haben dem Industriedienstleister Bilfinger den Auftrag für die komplette Automatisierungstechnik und Sicherheitssysteme des Projekts erteilt. Das Auftragsvolumen beträgt mehr als 15 Mio. Euro.

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Der Industriedienstleister erhielt den Zuschlag für die Entwicklung, Lieferung und Inbetriebnahme der Prozessleit- und Sicherheitssysteme für den Betrieb der Pipeline. Die Konzerntochter Bilfinger Greylogix, die zum Geschäftsfeld Engineering & Technologies gehört, wird das Projekt umsetzen. Der Spezialist für Prozessleittechnik ist auch
in der Betriebsphase der Gas-Pipeline Nord Stream federführend beteiligt. Das Leistungsportfolio für Nord Stream 2 ist ähnlich. „Der Auftrag umfasst ein breites Spektrum an Leistungen, bei denen wir über herausragende Kompetenzen verfügen: von Überwachungs-, Kontroll- und Steuerungssystemen über Sicherheitstechnologien bis hin zu Feuer- und Gas-Systemen“, sagt Bilfinger-CEO Tom Blades. „Wir bringen in dem Projekt auch unser Technologie-Know-how ein, das wir beim Betrieb der Nord Stream Pipeline aufgebaut haben.“

Für den Betrieb der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 übernimmt Bilfinger in den Anlandungsstationen an der russischen und an der deutschen Ostseeküste sowie im geplanten Kontrollzentrum der Pipeline im schweizerischen Zug die Betreuung der Prozessleit- und Sicherheitssysteme. Nord Stream 2 ist ein Infrastrukturprojekt zum Bau einer Erdgastransportleitung durch die Ostsee von der Region Sankt Petersburg bis zur deutschen Ostseeküste nach Lubmin. Die Pipeline wird eine Transportkapazität von 55 Mrd. m³/a Erdgas haben. Damit können rund 26 Mio. Haushalte in Europa versorgt werden. Der Bau der insgesamt rund 1.200 Kilometer langen Ostsee-Pipeline ist für 2018/19 geplant. Sie soll nach Angaben des Betreibers Ende 2019 in Betrieb genommen werden.

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