Bilfinger will defizitäre Kraftwerksservice-Sparte verkaufen

20.06.2015 Der Umbau beim Industriedienstleister Bilfinger geht weiter. Das Unternehmen will sich nun von seiner Sparte Kraftwerksservice trennen. Der 11.000 Mitarbeiter große Geschäftszweig schreibt seit Jahren Verluste - im laufenden Jahr muss das Unternehmen bis zu 100 Mio. Euro abschreiben.

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Bilfinger trennt sich vom defizitären Kraftwerksservice (Bild: Bilfinger)

Der Vorstand will das Unternehmen künftig auf das Geschäft mit Kunden im Industrie- und Immobiliensektor zu konzentrieren. Für das Geschäftsfeld Power wird ein strukturierter Verkaufsprozess gestartet, der innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden soll.

„Mit dem klaren Fokus auf die Geschäftsfelder Industrial und Building and Facility stärken wir unsere Positionierung als führender internationaler Engineering- und Servicekonzern“, sagt Per H. Utnegaard, Vorstandsvorsitzender von Bilfinger. „Zugleich sind wir zuversichtlich, für Power einen neuen Eigentümer mit Erfahrungen im Projektgeschäft zu finden, der die Zukunftschancen des Segments vor allem im Ausland gezielt nutzen kann.“

Internationalisierung von Power erfordert zusätzliches Projektgeschäft

Das Geschäftsfeld Power steht für eienn Umsatz von 1,45 Mrd. Euro. Angesichts der schwierigen Lage am Heimatmarkt ist eine weitere Internationalisierung von Power notwendig. Das volatile Projektgeschäft auszuweiten passt allerdings nicht mehr zur Strategie und zum Risikoprofil von Bilfinger als Engineering- und Service-Konzern.

Die Pressemitteilung von Bilfinger finden Sie hier

(as)

 

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