IT-Verband sieht radikalen Strukturwandel

Bitkom: Digitalisierung macht in Deutschland jeden Zehnten arbeitslos

02.02.2018 Der IT-Verband Bitkom rechnet damit, dass die Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft in den kommenden fünf Jahren 3,4 Millionen Arbeitsplätze kosten wird - fast jeder Zehnte wird demnach seinen Job verlieren.

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März 2016

Roboter werden wahrscheinlich nicht die Jobkiller, aber die Digitalisierung von Geschäftsprozessen wird einige Jobs kosten (Bild: Kirill Makarov – Fotolia)

Über diese düstere Prognose berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 2. Februar in ihrer Online-Ausgabe. Demnach sieht sich jedes vierte Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten durch die Digitalisierung in der Existenz bedroht. Der Verband beklagt den mangelhaften Stellenwert des Themas Digitalisierung in den Koalitionsverhandlungen.

Dass die Digitalisierung in Deutschland Arbeitsplätze kosten wird, wurde bereits im vergangenen Frühjahr kontrovers diskutiert: Eine im Januar 2016 veröffentlichte Studie des World Economic Forum prognostiziert, dass bis 2020 in Industrieländer zirka 7,1 Mio. Arbeitsplätze wegfallen werden und lediglich 2 Mio. neue Stellen entstehen. Dieser Sicht hatte der Maschinenbau-Verband VDMA damals vehement widersprochen und dargelegt, dass neu entstehende Berufe die Rationalisierung kompensieren werden.

In einer von der CHEMIE TECHNIK im Februar 2016 durchgeführte Umfrage unter 600 Lesern zeichnete ein eher pessimistisches Bild: Mehr als doppelt so viele Teilnehmer waren der Meinung, dass im Zuge der Digitalisierung und Automatisierung unter dem Leitbild der Industrie 4.0 mehr Arbeitsplätze verloren gehen werden, als neue entstehen.

(as)

 

Jobkiller Digitalisierung

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