Bomin Linde LNG baut LNG-Terminals in Hamburg und Bremerhaven

28.11.2013 Die Pläne für den Bau und Betrieb der Terminals in Hamburg und Bremerhaven, die Knotenpunkte für die LNG-Versorgung an den deutschen Küsten darstellen, werden konkret. Bomin Linde LNG, Hamburg, schließt derzeit die Vorbereitungen ab, um dann die Anlagenteile fertigen zu lassen und die Terminals zu errichten.

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Bomin Linde LNG baut LNG-Terminals in Hamburg und Bremerhaven

LNG-Terminal in Schweden: Seit Mai 2011 versorgt Linde die komplette Ostseeregion mit Flüssigerdgas (LNG) von dem Terminal in Nynäshamn (Bild: Linde)

Gebaut wird eine flexible Anlage, die schnell auf steigende Nachfragesituationen für den Schiffstreibstoff reagieren kann. Alle notwendigen Genehmigungen sollen gemäß Plan bis Mitte 2014 erteilt sein.

Von den strategisch wichtigen Knotenpunkten Hamburg und Bremerhaven aus lassen sich auch benachbarte Häfen wie Kiel, Lübeck, Rostock oder Wilhelmshaven zuverlässig bedienen. „Wir liegen mit unserem Projekt voll im Plan und werden daher ab 2015 Schiffe in allen deutschen Häfen entlang der Nord- und Ostseeküste mit dem sauberen Treibstoff LNG versorgen können“, sagt Bomin Linde LNG-Geschäftsführer Ruben Benders. „Dies ist ein wichtiger Schritt, um LNG als Schiffstreibstoff zu etablieren“, ergänzt Mahinde Abeynaike, ebenfalls Geschäftsführer der Bomin Linde LNG. „Die Schifffahrt muss sich darauf verlassen können, dass LNG in den Häfen zur Verfügung steht. Nur dann wird sich dieser kostengünstige und umweltfreundliche Treibstoff durchsetzen.“

Auch außerhalb Deutschlands kann das Unternehmen Erdgas für die Schifffahrt bereitstellen, beispielsweise über das bereits bestehende Terminal in Nynäshamn bei Stockholm, das von der Linde Group errichtet wurde, oder zukünftig über ein Betankungsterminal in Rotterdam, für das die Genehmigungsanträge bereits eingereicht wurden. Darüber hinaus prüft Bomin Linde LNG kontinuierlich die Errichtung von Betankungsterminals an weiteren internationalen Standorten, um die LNG-Infrastruktur für Schiffe konsequent weiter auszubauen.

Ab 2015 wird der gesetzlich zulässige Schwefelgehalt im Schiffstreibstoff im Nord- und Ostseeraum deutlich gesenkt. Mit der Nutzung von LNG können die Emissionen von Schwefeloxiden, Stickoxiden, Feinstaub und CO2 signifikant reduziert werden. Der seit Jahren zu beobachtende Trend, dass sich Gas im Verhältnis zu Öl deutlich vergünstigt hat, macht LNG zu einer wirtschaftlich lukrativen und vorausschauenden Treibstoff-Alternative. Nach einer aktuellen Umfrage der HSH Nordbank plant derzeit jeder fünfte Reeder, bestehende Schiffe auf LNG-Antrieb umzurüsten oder Neubauten mit LNG-Antrieb zu bestellen.

(dw)

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