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Borouge vergibt 169 Mio.-USD-Vertrag zum Bau von Polyethylen-Anlage an Hyundai E & C

28.01.2011 Der Petrochemiekonzern Borouge, Abu Dhabi, hat das südkoreanische Anlagenbau-Unternehmen Hyundai Engineering & Construction beauftragt, am Standort Ruwais eine Polyethylen-Einheit zu errichten. Kontrakt hat ein Volumen von 169 Mio. US-Dollar.

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Borouge vergibt 169 Mio.-USD-Vertrag zum Bau von Polyethylen-Anlage an Hyundai E & C

Bereits im vergangenen Jahr hat Bourouge Aufträge im Wert von 2,6 Mrd. US-Dollar an Hyundai Engineering & Construction, Samsung Engineering und Maire Tecnimont vergeben (Bild: Borouge)

Der Auftrag an Hyundai E&C markiert laut Borouge den Schlusspunkt zum derzeit in Abwicklung befindlichen Projekt Borouge 3. Für das Projekt hat der arabische Petrochemiekonzern im vergangenen Sommer Aufträge im Gesamtwert von 2,6 Milliarden US-Dollar an italienische und koreanische EPC-Anlagenbauer vergeben. Borouge will damit bis 2014 die Kapazität seiner Polyolefin-Anlagen in Ruwais von derzeit 2 auf 4,5 Mio. Jahrestonnen erhöhen. Die im vergangenen Jahr unterzeichneten Projektverträge umfassen den Bau von je zwei PE- und PP-Einheiten (Volumen: 1,255 Mrd.USD) sowie einer LDPE-Einheit (400 Mio. USD), die von einem Konsortium der EPCs Maire Tecnimont (Italien) und Samsung Engineering (Südkorea) zu Lump-Sum-Turnkey-Konditionen errichtet werden sollen. Die jährliche Kapazität der neuen Polyethylen-Einheiten beträgt 1.080.000 t/a, die der neuen Polypropylen-Einheiten soll bei 960.000 t/a liegen.

Mit dem südkoreanischen Anlagenbauer Hyundai Engineering and Construction wurde im Juni 2010 zudem ein Vertrag im Wert von 935 Mio. US-Dollar zum Bau der Versorgungs- und Off-Site-Anlagen unterzeichnet. Zuvor hatte Bourouge den Bau des Ethylen-Crackers für Borouge 3 an Linde Engineering vergeben (Wert: 1,075 Mrd. USD).

Borouge ist ein Joint Venture zwischen der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), einem der weltweit größten Öl-und Gasunternehmen, und Borealis, ein führender Anbieter von chemischen und innovative Kunststoffe.

Der verschärfte Wettbewerb für deutsche Anlagenbauer durch „neue“ Wettbewerber aus Korea wird auch Thema des neuen Anlagenbau-Kongresses „Engineering Summit“ sein, den Süddeutscher Verlag und Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau im VDMA im Juli 2011 veranstalten werden.

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