BP übernimmt Raffinierie in Gelsenkirchen komplett / Rosneft kauft Raffinerie Schwedt

23.06.2015 Der vom Ölpreisverfall gebeutelte russische Ölkonzern Rosneft sortiert seine Beteiligungen in Deutschland neu. So will das Energieunternehmen die Mehrheit an der Raffinerie PCK Schwedt übernehmen, verdoppelt seine Anteile an Bayernoil auf 25 Prozent und stockt die Beteiligung an der Karlsruher Miro-Raffinerie auf 24 Prozent auf. Der britische Geschäftspartner BP hat im Gegenzug dafür die Raffinerie Gelsenkirchen-Scholven sowie die DHC Solvent Chemie in Mülheim/Ruhr komplett übernommen.

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BP übernimmt Raffinierie in Gelsenkirchen komplett / Rosneft kauft Raffinerie Schwedt

Die Raffinerie Gelsenkirchen gehört nun wieder zu 100 Prozent dem BP-Konzern (Bild: BP)

Die Mehrheit an der PCK-Raffinerie übernimmt Rosneft vom französischen Energiekonzern Total. Dieser will für seinen 16,7-prozentigen Anteil rund 300 Mio. US-Dollar. 

Die Transaktionen wurde am Wochenende am Rande des St. Petersburger Wirtschaftsforums bekannt. Bislang hatten sich BP und Rosneft die Gelsenkirchener Raffinerie seit 2011 im Ruhr Oel-Joint Venture je zur Hälfte geteilt. Damals hatte Rosneft den 50-Prozent-Anteil vom venezolanischen PdVSA-Konzern übernommen. 

Ein weiterer Bestandteil des Asset-Deals ist die Abtretung eines 20-Prozent-Anteils an einer ostsibirischen Rosneft-Öllagerstätte an BP.

Hier finden Sie die ausführliche Pressemeldung von BP zu dem Vorgang.

(as)

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