Die sicheren vier Wände

Brandschutzlager für die Chemie

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16.03.2017 Ob Kleingebinde, Fässer oder IBC: Begehbare Brandschutzcontainer dienen der flexiblen Lagerung und ermöglichen es, einfache Abfüllarbeiten witterungsgeschützt durchführen zu können. Die technische Entwicklung und die Verschärfung der Sicherheitskriterien in den letzten Jahren verlangten nun eine Neubetrachtung der F90-Brandschutzlager, um auch weiterhin eine Eignung zur vorschriftsmäßigen Lagerung von Gefahrstoffen nach deutschen Normen zu ermöglichen. Bei allen Herstellern ist daher am 15. September 2016 die Zulassung ausgelaufen.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Seit September 2016 gilt eine neue DIBT-Zulassung für Brandschutzcontainer. Als Konsequenz entsprechen alte Zulassungen nicht mehr dem Stand der Technik und werden von den zuständigen Behörden und Sachverständigen nicht mehr anerkannt.
  • Mit dem BLS-Brandschutzlager F90 aus Stahl bietet der Hersteller das erste und einzige Lager für Gefahrstoffe mit der neuesten DIBT-Zulassung, F90-feuerbeständig innen und außen. Die Zulassung steht nicht nur für Sicherheit, sondern bedeutet auch eine deutlich kürzere Planungszeit für Betreiber.

Dass die Brandschutzcontainer dem Stand der Technik entsprechen, musste der Hersteller nicht nur rechnerisch, sondern auch ganz praktisch nachweisen. Bild: Protectoplus Lager- und Umwelttechnik GmbH

Dass die Brandschutzcontainer dem Stand der Technik entsprechen, musste der Hersteller nicht nur rechnerisch, sondern auch ganz praktisch nachweisen.
Bild: Protectoplus Lager- und Umwelttechnik

Die Container eignen sich zur Lagerung, aber auch für kleinere Umfüllarbeiten. Bild: Protectoplus Lager- und Umwelttechnik GmbH

Die Container eignen sich zur Lagerung, aber auch für kleinere Umfüllarbeiten.
Bild: Protectoplus Lager- und Umwelttechnik

Protecto BLS Brandschutzcontainer Bild: Protectoplus Lager- und Umwelttechnik GmbH

Das Unternehmen erhielt als erster Hersteller die DIBT-Zulassung Z-38.5-289.
Bild: Protectoplus Lager- und Umwelttechnik

Einzigartig: nachgewiesener Brandschutz

Das DIBT (Deutsches Institut für Bautechnik) hat Anfang 2016 für das Zulassungsverfahren der Brandschutzcontainer aus Stahl neue Zulassungskriterien beschlossen und sich somit von dem alten Zulassungsverfahren verabschiedet. Es schließt sich mit dieser Entscheidung vollumfänglich der Empfehlung des Sachverständigenausschusses SVA-B4 „Brandverhalten von Bauteilen – Sonderbauteile“ an. In der Folge forderte das DIBT alle Hersteller auf, zukünftig den Feuerwiderstand der F90-Brandschutzcontainer in einer Heißbetrachtung rechnerisch nachzuweisen und diese Theorie durch erfolgreiche Brandkammertests der Türen, Wände, Decke und Einbauteile in der Konstruktion nach beim DIBT hinterlegten Prüfkriterien zu bestätigen. Brandschutzlager alter Bauart aller Hersteller, deren DIBT-Zulassung spätestens am 15.09.2016 ausgelaufen ist und nicht mehr verlängert wurde, entsprechen mit der Neuregelung nicht dem heutigen Stand der Technik und dürfen seitdem nicht mehr als DIBT-zugelassenes Brandschutzlager in Verkehr gebracht werden. Was daraus resultiert und nicht auf den ersten Blick klar ist: Die ausgelaufenen Zulassungen, die heute nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen, gelten nicht mehr als Verwendbarkeitsnachweis für eine Zustimmung im Einzelfall. Die Baubehörden der Bundesländer, Sachverständige und die Sachversicherer könnten die alten ausgelaufenen Zulassungen nicht mehr akzeptieren und würden in der Folge die Inbetriebnahme der Brandschutzcontainer alter Bauart ablehnen. Protecto ist es als erstem und bisher einzigem Hersteller gelungen, die frisch geforderten Nachweise durch ausführliche Brandkammertests vollständig zu erbringen und hat für die begehbaren Brandschutzcontainer die DIBT-Zulassung Z-38.5-289 erhalten. Brandschutzlager des Typs „BLS F90“ sind jetzt behördlich attestiert und bieten dem Anwender maximale Sicherheit.

Mehr Material – höhere Sicherheit

Protecto-Geschäftsführer Paul Fricke betont die Notwendigkeit der neuen Zulassungsbedingungen: „So ein aufwendiges Prüf- und Zulassungsverfahren gab es bis dato für Brandschutzcontainer aus Stahl noch nicht. Wie sich aber herausgestellt hat, ist es die richtige Entscheidung des DIBT gewesen, denn es hat sich gezeigt, dass die äußere Tragrahmenkonstruktion verstärkt und die Verbindungsmittel weiter optimiert werden mussten.“ Dieses Mehr an Material und die Optimierungen der Verbindungsmittel gaben den Ausschlag für den erfolgreichen F90-Nachweis und sind, neben weiteren Komponenten, die wesentliche Grundlage für die neue DIBT-Zulassung – und spiegeln somit den aktuellen Stand der Technik wider. Bei der Entwicklung bezog das Unternehmen auch das Feedback seiner Kunden mit ein. Ergebnis: Jedes begehbare Brandschutzlager BLS F90 ermöglicht 90 min Brandschutz von innen und außen und bildet einen in sich geschlossenen Brandabschnitt. Die Brandschutzlager sind mit einer vorschriftsmäßig WHG-zugelassenen 5 mm starken Auffangwanne ausgestattet. Den Container können Betreiber im Freien ebenso wie als brandschutztechnisch abgetrennten Bereich im Innenraum ihres Unternehmens aufstellen.

Kürzere Planungszeiten

Daneben profitieren Kunden noch von einem weiteren Vorteil: Bauvorhaben lassen sich mit kürzeren Planungszeiten realisieren, denn die gültige DIBT-Zulassung ermöglicht eine allgemeine Anerkennung durch die bauaufsichtlichen Behörden und die Sachversicherer. Die Nutzer erhalten ein behördlich anerkanntes System, das ihnen das Genehmigungsprozedere erleichtert und eine schnelle Inbetriebnahme ihres Gefahrstofflagers ermöglicht.

Zum Brandschutzlager: Quadratisch, praktisch, individuell

Brandschutzlager liefert der Hersteller mit Lagerflächen von 1 bis 31 m2 betriebsfertig an. Anwendungsspezifisches Zubehör ergänzt das Angebot. Optional erhält der Anwender praxisgerechte Ausstattungsvarianten wie Leuchten, technische Lüftung, Luftstromüberwachung, Heizkörper, Türfeststellanlage, Gaswarnanlage, Auffahrrampe oder Fachbodenregale.
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Heftausgabe: März 2017

Über den Autor

Maren Höft, Marketing, Protectoplus Lager- und Umwelttechnik GmbH
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