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Brenntag wächst in Europa, schwächelt in Nordamerika

12.08.2016 Sinkende Umsätze haben dem Chemikalienhändler Brenntag das Geschäft im zweiten Quartal versäuert. Verantwortlich ist vor allem das schwache Öl- und Gas-Geschäft. Wachsende Geschäfte in Europa und Asien haben jedoch Verluste verhindert.

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Brenntag wächst in Europa, schwächelt in Nordamerika

In Europa rauf, in Amerika runter: Bei Brenntag laufen die Geschäfte gemsicht. (Bild: Fotolia – Edyta Pawlowska)

Beim operativen Ergebnis (Ebitda) verzeichnete das Unternehmen aus Mülheim an der Ruhr ein minimales Plus von 0,2 % auf einen Wert von 215,8 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 102,1 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie auf 0,66 Euro.

Schwierigkeiten machen weiterhin die wirtschaftlichen Bedingungen in Nord- und Lateinamerika, insbesondere Venezuela. Sowohl die weiterhin schwache Nachfrage von Kunden aus dem Öl- und Gassektor als auch die rückläufige Industrieproduktion in den USA stellten Gegenwind dar. Dementgegen stehen steigende Umsätze und Gewinne in Europa, Asien und dem Mittleren Osten, wo der Konzern sein bestehendes Geschäft konstant ausbaut. „Die sehr positive Entwicklung in den Regionen EMEA und Asien Pazifik trägt zum Ausgleich der grundlegenden Schwächen in Nordamerika und der Volatilität in Lateinamerika bei“, sagte Vorstandsvorsitzender Steven Holland.

Wachstum für 2016 erwartet

Aufgrund der Zahlen des ersten Halbjahres und unter der Annahme einer globalen makroökonomischen Entwicklung auf weiterhin eher niedrigem Niveau, geht das Unternehmen für das Gesamtjahr 2016 von einem Wachstum bei Rohertrag und operativem Ebitda aus. Basierend auf den aktuellen Wechselkurs-Niveaus liegt die Prognose des operativen Ebitda im Bereich von 800 bis 840 Mio. Euro.

Ausführliche Geschäftszahlen finden Sie in der Mitteilung des Unternehmens. (ak)

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