Bundesnetzagentur hält Energieträger Kohle für unverzichtbar

28.08.2014 Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, hat sich laut Handelsblatt negativ bezüglich eines baldigen Ausstiegs aus der Kohlestromversorgung geäußert. Deutschland könne auf den Energieträger in naher Zukunft nicht verzichten.

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Bundesnetzagentur hält Energieträger Kohle für unverzichtbar

Der Präsident der Bundesnetzagentur hält Kohle für weiterhin unverzichtbar (© Tryfonov – Fotolia.com)

„Ich bin überzeugt, dass der Ruf, der aus vielen Ecken erschallt, nach einem baldigen Ausstieg aus der Kohleverstromung mit seriöser Energiepolitik nicht viel zu tun hat“, so Homann auf einer Energiekonferenz in Berlin. Wenn Ende 2022 das letzte Atomkraftwerk in Deutschland vom Netz gehen würde, müsse der Strom schließlich woanders herkommen. Alleine mit Wind- und Solarenerge sei dies nicht zu kompensieren, da deren Produktion schwanke. Mit Blick auf die Ukranine-Kris warnte Homann ebenfalls davor, zu sehr auf Gaskraftwerke zu setzen: „Wer hier einen schnellen Umstieg auf Gas vor Augen hat oder diesen fordert, der muss sich auch mal die Frage stellen, ob dies angesichts der Ereignisse in der Ukraine, angesichts der tendenziell steigenden Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen wirklich eine Option sein kann.“ Derzeit bezieht Deutschland rund ein Drittel seines Erdgases aus Russland.

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