Synthetisches Erdgas aus CO2

Caloric errichtet Pilotanlage für Biomethanisierung

06.11.2017 Der Gasanlagen-Anbieter Caloric errichtet für das Unternehmen Electrochaea in der Schweiz eine Pilotanlage zur Produktion von synthetischem Erdgas. Bei der sogenannten Biomethanisierung nutzt der Betreiber Mikroorganismen als Biokatalysator, um Kohlendioxid und Wasserstoff in Methan umzusetzen.

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Caloric plant eine Anlage zur Produktion von Biomethan aus Kohlendioxid. (Bild: Regio Energie Solothurn / Baderpartner Architekten)

Caloric plant eine Anlage zur Produktion von Biomethan aus Kohlendioxid.
(Bild: Regio Energie Solothurn / Baderpartner Architekten)

Für das von der EU und der Schweiz geförderte Projekt konzipiert Caloric derzeit eine vormontierte Anlage, die sowohl die hohen Ansprüche in puncto Forschung erfüllt als auch die erforderlichen Voraussetzungen für eine Anlage mit kommerzieller Auslegung. Die Anlage wird aus mehreren vormontierten Teilen bestehen, darunter ein vertikaler Bioreaktor und ein Kontrollzentrum in Containerbauweise. Sie werden vor Ort im Schweizer Solothurn errichtet. Das modulare Designkonzept der Anlage ermöglicht die vollständige Vormontage aller Einheiten in der Fertigungsstätte des Anlagenbauers. Dazu zählen die Fertigung und der Zusammenbau, die Beschichtung wie auch das Verkabeln und das Testen aller Komponenten. Der Bau der Anlage soll Mitte des Jahres 2018 stattfinden.

Als Biokatalysatoren für die Methanisierung von CO2 dienen Mikroorganismen, sogenannte Archaeen (Bild: Prof. Andreas Klingl)

Als Biokatalysatoren für die Methanisierung von CO2 dienen Mikroorganismen, sogenannte Archaeen (Bild: Prof. Andreas Klingl)

Die Anlage produziert Biomethan aus erneuerbaren Ressourcen, das direkt in das Gasnetz eingespeist werden kann. Sie soll den flexiblen Betrieb innerhalb eines breiten Anwendungsfensters ermöglichen und sowohl zu Demonstrationszwecken dienen, als auch auf einen modularen Aufbau und Standardisierung ausgerichtet sein. Dies soll sicherstellen, dass zu einem späteren Zeitpunkt auch eine höhere Wasserstoffzufuhr ohne größere Veränderungen an der Anlage problemlos möglich ist.

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