Cefic erhöht Wachstumsprognose für die chemische Industrie

04.07.2011 Cefic, der Verband der Europäischen chemischen Industrie, hat seine Wachstumsprognose für das Jahr 2011 von 2,5 Prozent auf 4,5 Prozent nahezu verdoppelt. Für 2012 erwartet der Verband einen geringeren Wert von 2,5 Prozent.

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Cefic erhöht Wachstumsprognose für die chemische Industrie

Die nun hochgesetzte Erwartungshaltung ist laut Cefic Folge einer erneuten Revision der Daten seit dem vierten Quartal 2010. Bis zu diesem Zeitpunkt ging der Verband von einer Pause der wirtschaftlichen Erholung aus. Hubert Mandery, Generaldirektor von Cefic, erklärt: „Das starke Wachstum seit unserer letzten Vorhersage war vor allem einer Kombination kräftiger Produktion und beständigem Exports zu verdanken. Das EU-Endergebnis des Jahres wird wohl unter 2007 bleiben, aber sollte bis Mitte 2012 das Vorkrisen-Niveau erreichen.“

Cefic hat ebenfalls die Prognose für das Bruttoinlandsprodukt 2011 erhöht. Der Verband hat diesen Wert von bisher 1,6 auf 1,8 Prozent gesetzt. Er soll auch 2012 unverändert bleiben. Der Anstieg in der Produktion soll 2011 bei 6 Prozent liegen, für 2012 geht der Verband von 3 Prozent aus. Die Nachfrage für langlebige Gebrauchsgüter im Bereich Leichtbaufahrzeuge, Maschinen und Werkzeuge führt zurzeit zu einem Flaschenhals-Effekt, da sie die Produktionskapazitäten übersteigt. Die Konjunktur im Bausektor hingegen, ein wichtiger Kunde der chemischen Industrie, verhält sich trotz erster Anzeichen auf Erholung schleppend.

Im Rest der Welt zeigt sich ebenfalls Erholung von der Krise, wenn auch langsamer als in der Europa. Asien bleibt, angeführt von China, weiterhin größter ausländischer Abnehmer für in der EU hergestellte Produkte. Unsicherheitsfaktoren sind und bleiben die ungelösten Schuldenprobleme innerhalb der Union, aber auch geopolitische Bedenken außerhalb, die Rohstoffpreise wie den von Öl, steigen ließen. Giorgio Squinzi, Cefic Präsident, berichtet: „Die Industrie hat nötige Verbesserungen in der Effizienz durchgeführt, die sie in eine starke Position gegenüber den globalen Herausforderungen stellt. Für das Jahr 2010 half dies, einen Überschuss von 47 Mrd. Euro zu erwirtschaften. Die Unsicherheiten der Weltwirtschaft und der verstärkte Wettbewerb, vor allem von aufstrebenden Märkten, sollte Entscheidungsträger zu einem engeren Zusammenspiel zwischen Energiestrategie und Regulierungen bewegen, um Innovation und Wachstum zu sichern.“

 

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