Cefic: Europäische Chemie ist 2014 moderat gewachsen

19.01.2015 Der europäische Chemieverband Cefic hat die neuesten Zahlen zur Situation der europäischen Chemie vorgestellt. Demnach ist die Produktion europaweit in den ersten zehn Monaten 2014 um 0,7 gewachsen. Der Branchenumsatz lag insgesamt noch 0,7 Prozent unter dem Allzeit-Hoch von 2008.

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Allerdings gibt sich der Verband verhalten skeptisch: „Die Monatszahlen zeigen, dass wir noch nicht aus dem Gröbsten heraus sind“, sagte Cefic-Direktor Hubert Mandery: „Die EU-Politik muss eine wachstumsorientierte Agenda verfolgen, die Problemstellungen wie Energie und Innnovation adressiert.“

Besonders schwach zeigte sich in den ersten 10 Monaten des vergangenen Jahres das Segment Petrochemie. Hier sank die Produktion um 3,5 Prozent. Dagegen verzeichneten Spezialchemikalien ein 3-prozentiges Wachstum, die Produktion von Konsumer-Chemikalien legte um 1,9 Prozent zu, die von Polymeren um 0,4 Prozent.

Die Preise für Chemikalien gaben EU-weit in den ersten 10 Monaten um 1,6 Prozent nach. Der Handelsüberschuss der EU mit Chemikalien lag in den ersten neun Monaten bei 33,1 Mrd. Euro – und damit 2,4 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert.

Die Zuversichtlichkeit der Branche – gemessen am EU chemical industry confidence indicator CCI – sank im November leicht gegenüber dem Vormonat. Im 3. Quartal 2014 waren EU-weit rund 23.000 Menschen mehr in der Chemie beschäftigt, als noch im Jahr zuvor. Besonders in Deutschland, Spanien und Großbritannien legte die Beschäftigung zu.

(as)

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