Cefic: Europäische Chemieproduktion 2013 mit Nullwachstum

04.03.2014 Nach den neuesten Zahlenternds des europäischen Chemieverbandes Cefic, Brüssel, hat die europäische Chemieproduktion im Jahr 2013 stagniert. Das Nullwachstum bedeutet, dass die Branche immer noch 6,4 % Prozent unter dem Jahres-Höchststand im Jahr 2007 vor der Krise liegt.

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Cefic: Europäische Chemieproduktion 2013 mit Nullwachstum

Nach den neuesten Zahlentrends des europäischen Chemieverbandes Cefic hat die europäische Chemieproduktion im Jahr 2013 stagniert (Bild. CEFIC)

Die neuesten Zahlen zeigen, dass die Entwicklung zum Jahresende etwas besser ist als im vergangenen September prognostiziert. Anstatt um insgesamt 0,5 % zu schrumpfen, legte die Produktion im Dezember um 2 % gegenüber dem Vorjahr zu. Dadurch wurde der vierte Monat in Folge über einem Null-Wachstum erzielt wurde. Das stärkere zweite Halbjahr zog damit den Bereich aus einer Rezession.

Die europäischen Chemie-Exporte sind die treibende Kraft der Branche. Der Netto-Handelsüberschuss 2013 betrug von Januar bis Ende November 45,8 Mrd. Euro – eine Zunahme um 779 Mio. Euro verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die EU-Chemiepreise fielen um 2,7 % im Dezember 2013 gegenüber Dezember 2012. Der Gesamtumsatz in den ersten 11 Monaten 2013 fiel um 3,3 % gegenüber dem Vergleichszeitraum. Die Produktionskapazität der Chemieindustrie verzeichnete mit 78,8 % im 4. Quartal einen kleinen Rückgang gegenüber dem 3. Quartal mit 79,1 %.

Die Petrochemie-Produktion schrumpfte im Dezember weiter; sie lag um 7,1 % unter dem Vergleichswert zum Dezember 2012. Der steile Rückgang wurde teilweise durch das starke Wachstum in der bei anorganischen Basischemikalien wieder wett gemacht, die im Dezember um 8,8 % über dem Vorjahreszeitraum liegen. Die Polymer-Produktion stieg um 4,0 %, konsumnahe Chemikalien (consumer chemicals) wuchsen um 0,8 %, Spezialchemikalien um 1,6 % im jeweils gleichen Zeitraum (Dezember).

Die Chemie-Erzeugerpreise verminderten sich im Dezember um 2,7 % im Vergleich zum gleichen Monat im Jahr vor. Die Erzeugerpreise für das ganze Jahr 2013 waren 1,0 % niedriger als im Jahr 2012.

Der Chemie-Umsatz in der EU sank im November um 2,0 % gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. Die Umsätze in den ersten elf Monaten des Jahres 2013 waren 3,3 % geringer als im gleichen Zeitraum 2012. Aber zahlenmäßig liegen die Umsätze der ersten elf Monate 2013 um 1,1 % über dem Spitzenwert des gesamten Jahres 2008 – also vor der Krise.

Der Netto-Handelsüberschuss der Chemiebranche stieg weiter an und erreichte mit 45,8 Mrd. Euro in den ersten 11 Monaten 2013 einen weiteren Rekordwert. Der Überschuss resultiert aus einer positiven Handelsbilanz mit 14,4 Mrd. Euro aus Nicht-EU- Ländern in Europa, einschließlich Russland. Der Handelsüberschuss mit Asien (ohne Japan und China) erreichte 6,7 Mrd. Euro, 2,2 Mrd. Euro mehr als in den ersten 11 Monaten des Vorjahres. Der Netto-Handelsüberschuss der EU mit China verringerte sich leicht von 1,33 Mrd. Euro (Januar bis November 2012) auf 1,27 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum 2013. Die Vereinigten Staaten verminderten das Handelsdefizit 2013 mit der Europäischen Union um 2,1 Mrd. Euro auf 6,0 Mrd. Euro (jeweils 11-Monatszeitraum)

(dw)

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