Chemie rechnet mit weiterhin steigender Nachfrage

05.09.2013 Nachdem die deutsche Chemie im zweiten Quartal Fahrt aufgenommen hat, rechnet der Chemieverband VCI im zweiten Halbjahr mit weiterem Wachstum. Auf das Gesamtjahr gesehen soll die Produktion um 1,5 Prozent steigen. Im zweiten Quartal 2013 seien Produktion und Umsätze der Unternehmen gegenüber dem Vorquartal deutlich gestiegen. 

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Chemie rechnet mit weiterhin steigender Nachfrage

VCI Quartalsbericht September 2013: Entwicklung Chemieproduktion (Bild: VCI)

Nach Einschätzung von VCI-Präsident Karl-Ludwig Kley mehren sich die Anzeichen für eine Belebung des Chemiegeschäftes im zweiten Halbjahr. Für das Gesamtjahr rechnet der VCI weiterhin mit einem Anstieg der Produktion um 1,5 Prozent. Beim Umsatz prognostiziert er wegen leicht sinkender Erzeugerpreise nun ein Wachstum von 1 Prozent auf 188,7 Milliarden Euro.

Die deutsche Chemieindustrie hat im zweiten Quartal 2013 wieder Fahrt aufgenommen. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der Verband der Chemischen Industrie (VCI) veröffentlicht hat. Durch eine steigende Nachfrage im In- und Ausland nach Chemieerzeugnissen zogen demnach Produktion und Umsätze der Unternehmen gegenüber dem Vorquartal deutlich an. Wachstumsimpulse kamen verstärkt aus dem Inlandsgeschäft. Konsumnahe Produkte liefen dabei besonders gut. Lediglich die Chemikalienpreise gingen wegen sinkender Rohstoffkosten leicht zurück.

Zur konjunkturellen Entwicklung der Branche sagte VCI-Präsident Karl-Ludwig Kley: „Es mehren sich die Anzeichen für eine Belebung des Chemiegeschäftes im zweiten Halbjahr. Die Nachfrage im Inland ist robust. Die Auslandsmärkte zeigen teilweise eine ansteigende Dynamik. Erstmalig seit zwei Jahren gibt es in der Eurozone wieder wirtschaftliches Wachstum. Unsicherheitsfaktoren für die Chemiekonjunktur sind die weitere Entwicklung der Staatsschulden im Euroraum und die geopolitische Lage im Nahen Osten.“

Für das Gesamtjahr 2013 rechnet der VCI weiterhin mit einem Anstieg der deutschen Chemieproduktion um 1,5 Prozent. Der Branchenumsatz sollte um 1 Prozent auf 188,7 Milliarden Euro steigen, da die Erzeugerpreise voraussichtlich um 0,5 Prozent sinken werden. Bislang ging der VCI von einer Stagnation bei den Preisen aus.

Produktion
Im zweiten Quartal 2013 stieg die Produktion chemischer Erzeugnisse gegenüber dem Vorquartal um 1,8 Prozent. Im Vorjahresvergleich legte die Produktion um 2,6 Prozent zu. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem vom Pharmageschäft, das von allen Sparten die höchste Dynamik zeigte.
Erzeugerpreise
Die Preise für chemische Erzeugnisse gaben von April bis Juni 2013 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal nach. Im Vergleich zum Vorjahr belief sich der Rückgang auf 0,9 Prozent. Grund waren Preisrückgänge an den Rohstoffmärkten.

Umsatz
Der Umsatz der deutschen Chemieunternehmen erreichte im zweiten Quartal 2013 rund 45,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorquartal entspricht das einem Anstieg von 2,2 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Erlöse um 1,6 Prozent zulegen. Sowohl die Auslands- als auch die Inlandsnachfrage nach Chemikalien waren Treiber dieser Entwicklung.

Beschäftigung
Im zweiten Quartal 2013 haben die deutschen Chemieunternehmen wieder neue Stellen geschaffen. Die Branche beschäftigt derzeit 435.600 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Zuwachs von 0,3 Prozent.

Den ausführlichen Bericht finden Sie hier

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