Chemie-Tarif: IG BCE weist Arbeitgeber-Angebot als „Provokation“ zurück

12.03.2015 In den Aktuellen Tarifverhandlungen der Chemieindustrie wird der Ton rauher. Die Gewerkschaft IG BCE hat das Angebot der Arbeitgeber - ein Plus von 1,6 Prozent - als „Provokation“ zurückgewiesen und droht mit Streiks.

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Chemie-Tarif: IG BCE weist Arbeitgeber-Angebot als

Die Tarifverhandlungen der Chemieindustrie stecken fest ( Bild: © Mellimage – Fotolia com)

Die Verhandlungen für die rund 550.000 Beschäftigten in 1.900 Betrieben werden am 26. und 27. März in Stuttgart fortgesetzt. Nach zwei Verhandlungsrunden ohne Fortschritte legten die Arbeitgeber ein Angebot auf den Tisch. Danach sollen die Entgelte nach zwei bis drei Leermonaten um 1,6 Prozent angehoben werden. Die Gesamtlaufzeit beträgt nach Arbeitgebervorstellungen 15 Monate. Außerdem wollen die Arbeitgeber für das Jahr 2016 pro Beschäftigten 200 Euro zusätzlich in den betrieblichen Demografiefonds einzahlen.

Die IG BCE fordert eine Anhebung der Entgelte um 4,8 Prozent. Außerdem will die Gewerkschaft den Tarifvertrag „Demografie und Lebensarbeitszeit“ weiter entwickeln und den Demografiefonds ausbauen.

Verhandlungsführer Peter Hausmann sieht in den kommenden Verhandlungen in Stuttgart „die letzte Möglichkeit, in freien Verhandlungen doch noch zu einem Ergebnis zu kommen“. Kommt es zu keinem Ergebnis, soll das Schlichtungsverfahren eingeleitet werden. „Auch ein Arbeitskampf ist dann nicht mehr ausgeschlossen.“

(as)

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