Chemie- und Pharmabranche steigern Umsatz 2013 um 1 Prozent

13.03.2014 Die chemisch-pharmazeutische Industrie hat das wechselhafte Jahr 2013 mit einem guten Schlussquartal beendet. Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht hervor, den der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt veröffentlicht hat. Dabei wurden auch die wichtigsten Kennzahlen für das Gesamtjahr 2013 vorgelegt.

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Chemie- und Pharmabranche steigern Umsatz 2013 um 1 Prozent

Kernindikatoren der chemischen Industrie (einschließlich Pharma) im Jahr 2013 – Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent (Bild: VCI)

Demzufolge hat die chemisch-pharmazeutische Industrie die Produktion im Gesamtjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 % gesteigert; die Chemieindustrie alleine – also ohne die Pharmaindustrie – erreichte nur ein Plus von 0,6 %. Der Umsatz der Gesamtbranche Chemie und Pharma legte um 1 % auf 188,7 Mrd. Euro zu. Davon entfielen 75 Mrd. Euro (+1,4 %) auf den Inlandsumsatz und 113,7 Mrd. Euro (+0,8 %) auf den Umsatz im Ausland. Die Erzeugerpreise gaben um 1,1 % nach. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich leicht – um 0,5 % auf 436.500.

Prognose 2014: Branchenumsatz +1,5 %
Für das Jahr 2014 rechnet der VCI mit einem Anstieg der Chemieproduktion um 2 %. Die Preise werden voraussichtlich um 0,5 % sinken, sodass der Branchenumsatz um 1,5 % auf 191,5 Mrd. Euro steigen könnte. Zur konjunkturellen Entwicklung sagt VCI-Hauptgeschäftsführer Dr. Utz Tillmann: „Die Aussichten für 2014 sind momentan gut für die Branche. Der Aufwärtstrend vom Jahresende setzt sich fort. Alle Chemiesparten spüren eine Belebung. Wir rechnen mit steigender Chemienachfrage im In- und Ausland, insbesondere von unseren europäischen Industriekunden. Rückschläge sind aber nicht ausgeschlossen. Derzeit gehen von allem von der politischen Krise in der Ukraine Risiken für die Weltwirtschaft aus.“

Gute Entwicklung im 4. Quartal 2013
Die Produktion der Chemiebranche legte in Deutschlands drittgrößter Industriebranche von Oktober bis Dezember kräftig zu. Dadurch stieg der Umsatz, obwohl die Preise für Chemieprodukte das vierte Quartal in Folge nachgaben. Die Inlandsnachfrage nach Chemikalien blieb stabil auf hohem Niveau. Parallel zog die Auslandsnachfrage an. Die deutschen Chemieunternehmen konnten den Handel mit nahezu allen Regionen der Erde ausweiten. Dabei legten die Verkäufe in die Kernstaaten der EU im Schlussquartal erstmals im Jahr 2013 wieder zu.

Die Chemieproduktion stieg im letzten Quartal 2013 im Vergleich zum Vorquartal um 2,3 %. Das deutliche Plus verdankte die Branche vor allem dem Pharmageschäft. Im Vorjahresvergleich legte die Chemieproduktion um 3,7 % zu. Die Chemikalienpreise setzten ihren Sinkflug im vierten Quartal weiter fort. Chemikalien kosteten von Oktober bis Dezember 0,5 % weniger als im Vorquartal. Polymere bildeten die Ausnahme, was auf ein baldiges Ende des Preisverfalls hoffen lässt. Ungeachtet der Preisentwicklung stieg der Branchenumsatz im 4. Quartal 2013 im Vergleich zum Vorquartal um 2,1 % auf 44,4 Mrd. Euro. Die Wachstumsimpulse kamen dabei erstmals wieder aus dem Auslandsgeschäft. Im Vorjahresvergleich stieg der Branchenumsatz um 3,0 %.

Den ausführlichen Bericht des Verbands der Chemischen Industrie für das 4.Quartal 2013 (PDF, 6 Seiten) mit Tabellen und Grafiken finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

(dw)

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