Quartalsbericht des VCI

Chemiegeschäft bleibt auch im 3. Quartal schwach

03.11.2016 Keine Belebung in Sicht: Die Produktion in der deutschen Chemie ist im dritten Quartal 2016 um 0,5 Prozent gesunken, meldet der Chemieverband VCI.

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April 2015

Die Chemiekonjunktur befindet sich derzeit im Seitwärtsgang. (Bild: © Schlierner / BERLINSTOCK – Fotolia.com)

In gleichem Maße, wie die Chemieproduktuktion nachgegeben hat, konnten die Hersteller die Chemikalienpreise steigern (+0,5 %). Erstmals nach 15 Monaten kontinuierlichen Rückgangs stieg der Umsatz infolge steigender Rohölpreise wieder um 1 %. Insgesamt, so der VCI, bremsen verschiedene Faktoren, wie die anhaltende Wachstumsschwäche der asiatischen Schwellenländer, die wirtschaftliche Entwicklung.

VCI-Präsident Kurt Bock sagte zur konjunkturellen Lage der Branche: „Die wirtschaftlichen Indikatoren zeichnen ein gemischtes Bild für die Unternehmen in der deutschen Pharma- und Chemieindustrie. Leider bekommen wir zur Zeit wenig Rückenwind durch das politische und wirtschaftliche Umfeld, so dass wir kaum Indizien für eine nachhaltige Belebung im Chemiegeschäft sehen. Das leichte Umsatzwachstum der Branche im Vergleich zum Vorquartal ist vor allem auf positive Nachfrageimpulse aus dem Ausland zurückzuführen. Im Inland ging der Absatz leicht zurück.“

Der VCI rechnet für 2016 weiterhin mit einem Anstieg der Chemieproduktion um 0,5 Prozent. Die Kapazitätsauslastung lag im abgelaufenen Quartal bei 83,5 %. Der Branchenumsatz wird aber wegen des im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Preisniveaus um 3 Prozent auf 183 Milliarden Euro sinken.

(as)

Bilderstrecke: aktuelle Situation und Ausblick der deutschen Chemie

 

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