Markt

Chemiekonjunktur schwächt sich ab

04.11.2008

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VCI-Präsident Professor Dr. Ulrich Lehner kommentierte die Entwicklung: „Die weltweite Abschwächung der Konjunktur hat jetzt auch die chemische Industrie in Deutschland erfasst. In den kommenden Monaten rechnen wir mit einer weiteren Abschwächung der Chemienachfrage. Für das Gesamtjahr 2008 erwarten wir daher lediglich ein Produktionswachstum von 1 Prozent. 2007 lag der Anstieg noch bei 5 Prozent. Der Branchenumsatz dürfte bei steigenden Erzeugerpreisen 2008 um rund 3 Prozent zulegen.
Im Vergleich zu den Monaten April bis Juni verringerte sich die Chemieproduktion im dritten Quartal 2008 um 1 Prozent. Auch im Vergleich zum Vorjahresquartal ging das Produktionsniveau um 1 Prozent zurück. Durch die kräftig gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten erhielt die Entwicklung der Erzeugerpreise in der chemischen Industrie im dritten Quartal 2008 zusätzliche Dynamik. Viele Unternehmen erhöhten die Chemikalienpreise deutlich. Insgesamt waren chemische Erzeugnisse im Durchschnitt gut 4 Prozent teurer als in den drei Monaten zuvor. Das Preisniveau des entsprechenden Vorjahresquartals wurde um mehr als 8 Prozent übertroffen.

Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft entwickelten sich im dritten Quartal 2008 wenig erfreulich. Trotz der Preiserhöhungen verringerte sich der Umsatz der deutschen Chemieunternehmen. Die Verkäufe der Branche lagen mit rund 42,5 Milliarden Euro saisonbereinigt um 1 Prozent niedriger als im zweiten Quartal des Jahres. Dabei ließ das Inlandsgeschäft um 1,5 Prozent nach, die Verkäufe ins Ausland gingen um 0,5 Prozent zurück. Mit 439.800 Mitarbeitern blieb die Beschäftigung in der Chemie trotz der Eintrübung der Konjunktur nahezu konstant.

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