Markt

Chemieproduktion stagniert

26.11.2002

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Der Anfang des Jahres zu beobachtende Aufwärtstrend der Chemieproduktion kam bereits im April zum Stillstand und gewann auch im dritten Quartal nicht wieder an Fahrt. Die Produktion chemischer Erzeugnisse stagnierte von Juli bis September auf dem Niveau des Vorquartals. Im Vergleich zum niedrigen Niveau des entsprechenden Zeitraums 2001 wurden rund 2,5 % mehr chemische Erzeugnisse hergestellt.


Der Umsatz im dritten Quartal betrug rund 33 Mrd. Euro und lag damit nur um 1,6 % über dem bereits sehr niedrigen Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Gegenüber dem Vorquartal 2002 musste die Branche im dritten Quartal spürbare Umsatzrückgänge hinnehmen. Hinzu kommt, dass auf Grund einer schwachen Chemienachfrage gestiegene Kosten für Rohöl nur begrenzt weitergegeben werden konnten.


Die aktuelle Geschäftslage wird von den Unternehmen pessimistischer eingeschätzt als noch zur Jahresmitte. Die Hoffnung auf einen Aufschwung im Jahr 2002 hat sich für die deutsche chemische Industrie zerschlagen. Sowohl das Inlands- als auch das Auslandsgeschäft entwickelten sich von Juli bis September 2002 enttäuschend: Mit ausländischen Kunden erwirtschafteten die Unternehmen 16,7 Mrd. Euro des Umsatzes – im Vergleich zum Vorjahr nur ein Plus von 1,6 %. Im Inland erzielte die Branche einen Umsatz von rund 16,3 Mrd. Euro. Das bedeutet im Vorjahresvergleich ein Plus von 1,7 %.  

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