Debatte um EU-Austritt

VCI warnt vor Brexit-Folgen

14.06.2016 Der VCI erwartet bei einem Brexit mittelfristig abgeschwächte Exporte der chemisch-pharmazeutischen Industrie nach Großbritannien und weniger Direktinvestitionen auf beiden Seiten des Ärmelkanals. Die Abstimmung über den Austritt findet am 23.6 statt.

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VCI warnt vor Brexit-Folgen

7,3 % der Ausfuhren von Chemieprodukten der EU gehen nach Großbritannien. (Bild: VCI)

Für die EU ist Großbritannien ist ein wichtiger Handelspartner und einer der größten Märkte der chemisch-pharmazeutische Industrie in Deutschland. 2015 verkaufte die Branche dort Produkte im Wert von 12,9 Mrd. Euro (7,3 % aller Exporte). Den größten Anteil stellen Spezialchemikalien und Pharmazeutika. Gleichzeitig importierten deutsche Chemieunternehmen Erzeugnisse für 5,6 Mrd. Euro von der Insel. Dazu gehörten vor allem pharmazeutische Vorprodukte und Petrochemikalien.

 

VCI warnt vor Brexit-Folgen

Britische Investoren sind mit über 2 Mrd. Euro in der deutschen Chemie engagiert. Deutsche Unternehmen halten Direktinvestitionen in Höhe von 1,6 Mrd. Euro auf der Insel. (Bild: VCI)

„Wir hoffen, dass die Bürger in Großbritannien mit deutlicher Mehrheit für einen Verbleib in der EU stimmen. Gerade jetzt, wo sich die Konjunktur in Europa zaghaft erholt, wäre ein Austritt ein schlechtes Signal für die weitere wirtschaftliche Entwicklung“, erklärte der Präsident des VCI, Marijn Dekkers in einer Pressemitteilung. Auch als Produktions- und Vertriebsstandort spielt Großbritannien für die Branche eine wichtige Rolle: Derzeit sind 63 Tochtergesellschaften deutscher Chemieunternehmen in Großbritannien aktiv. Sie beschäftigen insgesamt rund 6.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von 4,1 Mrd. Euro. Der Bestand an Direktinvestitionen auf der Insel beträgt rund 1,6 Mrd. Euro. Britische Investoren sind mit etwa 2 Mrd. Euro in der deutschen Chemie engagiert.

 

 

 

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