Chevron zieht sich aus Schiefergas-Deal mit der Ukraine zurück

02.01.2015 Ein weiterer Schlag für die Ukraine: Der US-Energiekonzern Chevron will sich offenbar aus der geplanten Erschließung von Schiefergas-Vorkommen in der Ukraine zurückziehen. Ein entsprechendes Abkommen mit einem Wert von 10 Mrd. US-Dollar hatte das Unternehmen im November 2013 abgeschlossen. Grund seien gestiegene Steuern, die das Projekt für Chevron weniger wirtschaftlich erscheinen lassen.

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Chevron zieht sich aus Schiefergas-Deal mit der Ukraine zurück

Fehlende Gesetzgebung gibt Chevron als Grund für den Rückzug aus der Gasexploration in der Westukraine an (Bild: bilderbox_Fotolia)

Nach einer Meldung der Kiew Post hat Chevron das sogenannte „Product Sharing Agreement“ am 15. Dezember gekündigt. Chevron sollte zwischen 2014 und 2016 rund 350 Mio. US-Dollar in die Entwicklung des Olesska-Gasfeldes in der Westukraine investieren. Insgesamt hätte die Investition im Rahmen einer 50-jährigen Pacht auf bis zu 10 Mrd. US-Dollar steigen sollen. Mit einer Jahresproduktion von 10 Mrd. m3 Gas versprach sich die Ukraine einen Weg aus der Abhängigkeit von russischem Gas. Voraussetzung war seitens Chevron Änderungen in der Steuergesetzgebung, die allerdings nicht verabschiedet wurden.

Bereits im Juni hatte sich der niederländische Energiekonzern Shell aufgrund des bewaffneten Konflikts von seinen Aktivitäten im Ost-ukrainischen Yuzivska-Feld zurückgezogen. Auch Exxon Mobil hatte nach der Krim-Annexion durch Russland Pläne gestoppt, vor der ukrainischen Küste im Schwarzen Meer Erdgas zu fördern.

(as)

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