Nach geplatzter Fusion

Clariant aktualisiert Wachstumsstrategie

27.11.2017 Nach dem Aus der Fusion mit dem Konkurrenten Huntsman sieht sich der Spezialchemiekonzern Clariant zu einem Strategiewechsel gezwungen. Der Verwaltungsrat hat hierzu einem Maßnahmenpaket des Executive Committees zugestimmt.

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Aus dem Zusammenschluss mit Huntsman hatte Clariant durch Synergien eine Wertgenerierung von 3,5 Mrd. US-Dollar erwartet. Der aktivistische Investor White Tale hatte die Fusion jedoch abgeschmettert. Das Management sei sich bewusst, dass „die neue Lage nach der Aufgabe des Zusammenschlusses zusätzliche Anstrengungen zur Aktualisierung der Strategie erfordert, die nun mit erhöhter Geschwindigkeit umgesetzt werden.“

Maßnahmen auf Basis der bestehenden Strategie

Daher unterstützt der Verwaltungsrat das Executive Committee in seiner Absicht, aufbauend auf Clariants bestehender Strategie weitere Maßnahmen festzulegen. Dazu gehören zum Beispiel M&A- Aktivitäten, kurzfristige Optionen zum Portfolio-Management, mögliche Erträge für Anleger, eine gründliche Überprüfung der Kostenbasis und das Erschließen zusätzlicher Wachstumsmöglichkeiten. Ein Beispiel für letzteres ist die kürzlich von bekanntgegebene Investition des Konzerns in die Sunliquid-Technologie, mit der sich Agrarreststoffe in Ethanol überführen lassen. Eine Anlage für dieses Verfahren errichtet Clariant derzeit in Rumänien.

Das Unternehmen teilte mit, die Gruppe der ehemaligen Süd-Chemie-Aktionäre, die etwa 15 Prozent der ausstehenden Aktien repräsentieren, sowie eine große Mehrheit der institutionellen Anleger unterstütze die Unternehmensstrategie. Clariant verfüge daher über einen breiten globalen Rückhalt zur Fortsetzung seines Weges, eine Position in der Spitzengruppe der Spezialchemie-Industrie zu erlangen. Einzelheiten in Bezug auf diese Aktivitäten will der Konzern Anfang 2018 noch vor der Generalversammlung im März bekanntgeben.

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