Markt

Clariant mit Halbjahresresultat zufrieden

22.08.2005

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Das Nettoergebnis stieg auf vergleichbarer Basis um 30% auf 146 Mio. CHF. In allen Divisionen und in den meisten Geschäftsbereichen wurden weitere Preissteigerungen durchgesetzt. Diese konnten jedoch die negative Wirkung der hohen Rohstoffkosten nicht ausgleichen.


„Das Ergebnis für das erste Halbjahr ist unter Berücksichtigung der herrschenden Marktbedingungen zufrieden stellend“, sagte Chief Executive Officer Roland Lösser. „Besonders ermutigend war das stärkere zweite Quartal. Wir gehen davon aus, dass diese positive Entwicklung anhält, wobei besonders die gegenwärtige Schwankung der Rohstoffpreise ein Unsicherheitsfaktor ist.“ Der Bruttogewinn sank aufgrund höherer Rohstoffpreise im Vorjahresvergleich von 1342 Mio. auf 1252 Mio. CHF. Das operative Ergebnis vor Einmaleffekten und Abschreibungen auf Goodwill verringerte sich von 358 Mio. auf 282 Mio. CHF. Grund dafür waren neben den höheren Rohstoffpreisen negative Währungseffekte, die mit Kostensenkungsmaßahmen teilweise wieder kompensiert wurden. Das operative Ergebnis reduzierte sich von 292 Mio. auf 223 Mio. CHF.


Vor allem in den Geschäften der Divisionen Functional Chemicals, Textile, Leather & Paper Chemicals und Masterbatches konnten Preissteigerungen über dem Durchschnitt des Konzerns durchgesetzt werden. Wachstum wurde in allen Regionen verzeichnet. Besonders positiv verlief die Entwicklung in Deutschland, dem größten Markt von Clariant.


Das Clariant Performance Improvement Program (CPIP) ist jetzt in vollem Gange und soll bis Ende 2007 zu einer Kostensenkung von mehr als 800 Mio. CHF führen. Nach Einsparungen von 50 Mio. CHF im ersten Quartal konnten im zweiten Quartal weitere 70 Mio. CHF realisiert werden. Insgesamt hat das Programm die Kosten mittlerweile um CHF 270 Mio. gesenkt. Die Anzahl der Beschäftigten hat sich seit dem Start des Programms vor 18 Monaten um 8% verringert. Darin nicht enthalten sind Mitarbeitende, die infolge von Verkäufen von Unternehmensteilen ausgeschieden sind. Die Anzahl der Beschäftigten lag am Ende des ersten Halbjahres noch bei rund 24000.


Ein Beispiel einer Effizienzsteigerung im Rahmen von CPIP ist die Konsolidierung der vom Unternehmen genutzten Lager. Ihre Zahl wurde weltweit stark reduziert, um mehr als die Hälfte in Europa und um rund ein Fünftel in Asien.

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