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Clariant-Mitarbeiter planen neue Messwarte

07.07.2005

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Für die bevorstehende Umgestaltung der Messwarte im Betrieb Azo IV hat sich die Betriebsleitung von Clariant für einen ungewöhnlichen Weg entschieden. „Die Mitarbeiter sollten von Anfang an in die Planung einbezogen sein. Schließlich müssen sie ja in den nächsten Jahren täglich in dem neugestalteten Raum arbeiten. Deshalb sollten sie im Rahmen eines Wettbewerbs ein Konzept dafür entwickeln und in eine Planzeichnung eintragen“, erläutert Betriebsleiter Dr. Stephan Neunerdt das Konzept.


Dieser Vorschlag stieß bei den Schichten des Betriebs auf rege Resonanz: Insgesamt acht Entwürfe, darunter drei von jeweils einer ganzen Schicht, lagen Stephan Neunerdt und Betriebsingenieur Marko Medvesek zur Begutachtung vor. Auslöser der Umgestaltung war die Notwendigkeit, die innerbetrieblichen Schnittstellen zu verbessern. Das bedeutete zuerst, den bisher in einem anderen Raum ansässigen Schichtführer in die Messwarte zu integrieren, um Zeit und Wege zu sparen. Der Schichtführer sollte einerseits die Anlagenfunktionen von seinem Schreibtisch aus überwachen können, andererseits aber von der allgemeinen Messwarte abgegrenzt sein, damit er ungestört arbeiten kann. Außerdem sollte ein Bereich für Besprechungen und für Betriebspräsentationen vor Besuchern und Kunden eingerichtet werden.


Anhand eines 16 Punkte umfassenden Kriterienkatalogs, in dem Arbeitsplatzergonomie und der genaue Blick auf Kosten des Projekts einen zentralen Stellenwert einnehmen, sowie maximal drei Wertungspunkten wurden die Mitarbeiterkonzepte bewertet. Dabei erreichten zwei Vorschläge 41 von 48 möglichen Punkten und damit Rang 1. „Beides sind exzellente Arbeiten, auch in der Darstellung“, unterstreicht Neunerdt. „Und beide enthalten Elemente, die in jedem Fall umgesetzt werden sollten.“ Begeistert waren Neunerdt und Medvesek vom Engagement der Azo-IV-Mitarbeiter: „Allein die Motivation und der Ideenreichtum haben zweifelsfrei gezeigt, dass der Wettbewerb die bessere und wesentlich preiswertere Variante war als einen betriebsfremden Architekten einzuschalten.“ Im nächsten Schritt werden die Fachabteilungen und die Belegschaftsvertretungen über das Konzept informiert und in die weitere Umsetzung einbezogen.

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