Clariant: Neue Anlage für Flammschutzmittel eröffnet

12.10.2012 Der Spezialchemiehersteller Clariant hat im Industriepark Knapsack in Hürth eine neue Anlage für die Produktion halogenfreier Flammschutzmittel in Betrieb genommen. Damit verdoppelt der Hersteller seine Kapazität für Additive auf Basis von Aluminiumsalzen der Diethylphosphinsäure.

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Clariant: Neue Anlage für Flammschutzmittel eröffnet

Die neue Anlage wurde bereits nach 18-monatiger Planungs- und Bauzeit in Betrieb genommen (Bild: Clariant)

Die halogenfreien Flammschutzmittel kommen vor allem in der Elektrotechnik und der Elektronik zum Einsatz. Hier profitiert der Spezialchemiehersteller zum Beispiel vom aktuellen Smartphone-boom. Im Werk Hürth-Knapsack bei Köln hat Clariant nun eine zweite Produktionseinheit für das Flammschutzmittel Exolit OP eingeweiht. Die organische Phosphorverbindung wird bereits seit der Einführung dieser Produktlinie im Jahr 2004 im Werk Hürth-Knapsack hergestellt.

Laut Hersteller sprachen vor allem die leistungsfähige Infrastruktur des Chemieparks Knapsack und die zentrale Lage des Standortes in der Nähe von Köln als solide Basis für eine verlässliche und sichere Produktion für die Ansiedlung an dem Standort.

„Wie gross der Bedarf ist, hat die stetig gewachsene Auslastung seit Inbetriebnahme der Produktion gezeigt“, unterstreicht Michael Großkopf. „Das Umwelt- und Sicherheitsbewusstsein unserer Kunden hat deutlich zugenommen und zu einer stetig wachsenden Nachfrage nach unseren nicht-halogenierten Flammschutzmitteln geführt. Schlüsselkunden signalisieren, dass ihr Bedarf in den kommenden Jahren weiter stark wachsen wird. Mit dem rechtzeitigen Ausbau unserer Produktionskapazität sind wir bestens aufgestellt, um diese Anforderung zu erfüllen.“

Speziell für die flammwidrige Ausrüstung von Epoxidharzen hat Clariant unter der Bezeichnung Exolit EP zwei neue, nicht-halogenierte FSM in Hürth-Knapsack entwickelt. Beide Produkte zielen auf die Anforderungen von Leiterplatten und minimieren so z.B. den Einfluss des Flammschutzmittels auf die Glasübergangstemperatur des Kunststoffs, ein entscheidender Parameter der Epoxidharzchemie in diesem anspruchsvollen Einsatzbereich. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass Exolit EP die erforderliche Menge des Flammschutzmittels im Vergleich zu konventionellen Produkten um bis zu 50 % reduzieren kann.

 

 

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