Kapazitätserweiterung

Clariant steigert Kapazität für medizinische Kunststoffe in Maine

07.02.2018 Der Spezialchemiekonzern Clariant hat in Lewiston im US-Bundesstaat Maine eine weitere Anlage für medizinische Kunststoffverbindungen in Betrieb genommen. Der Doppelschneckenextruder steigert die Produktionskapazität am Standort um 40 %.

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Clariant hat seine Kapazität für medizinische Kunststoffe am Standort Lewiston, Maine, ausgebaut. (Bild: Clariant)

Clariant hat seine Kapazität für medizinische Kunststoffe am Standort Lewiston, Maine, ausgebaut. (Bild: Clariant)

Neben dem Hochdurchsatz-Extruder hat Clariant am Standort auch Ausrüstung für Materialhandling, Wiegestationen, Wartung sowie zusätzliche Kühlung ergänzt. Das Werk ist damit in der Lage, größere Chargen bis 6.000 kg der gefärbten medizinischen Kunststoffe aus der Mevopur-Produktreihe des Konzerns zu verarbeiten. Der Ausbau ist Teil eines mehrjährigen, Multimillionen-Dollar-Erweiterungsprogramms. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen eine kleinere Linie zur Verarbeitung von Fluorpolymer-Harzen hinzugefügt.

Weltweit steigender Bedarf

Das Werk in Lewiston ist einer von weltweit drei Standorten, an denen Clariant Kunststoffe produziert, die den strikten Anforderungen für medizinische Geräte und Verpackungen entsprechen. Die weiteren Standorte sind Malmö in Schweden und Singapur. Alle Standorte sind zertifiziert nach EN:ISO13485 und in der Lage, dieselben Rohstoffe und Prozesse zu nutzen und damit identische Produkte herzustellen. „Der weltweite Bedarf an diesen Spezialverbindungen und Masterbatches steigt“, erklärt Eric Rohr, North America Segment Manager, Medical & Pharmaceutical. „Fluorpolymere beispielsweise kommen immer häufiger in medizinischen Kathetern oder anderen Anwendungen zum Einsatz, die von ihrer Flexibilität, Gleitfähigkeit und chemischen Widerstandsfähigkeit profitieren. Dafür sind jedoch spezielle Anlagen und Herstellungstechniken erforderlich, und genau diese haben wir in Lewiston eingerichtet.“

An den verschiedenen Standorten produziert Clariant weiterhin auf mehreren kleineren Linien Masterbatches und vorgefärbte Verbindungen in Chargengrößen von 25 bis 2.500 kg. Die Nachfrage ist groß, besonders auf dem medizinischen Markt, da viele Kunstharz-Produzenten ihr Angebot an kleinen und mittleren Batches in Wunschfarben stark zurückgeschnitten haben.

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