Schwefelarme Treibstoffe

Clariant und Sinopec stärken Zusammenarbeit

15.01.2018 Der Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant hat zwei Lizenzvereinbarungen mit Sinopec, Chinas größtem Petrochemie-Unternehmen, bekanntgegeben. Die Konzerne arbeiten zusammen in der Entschwefelung von Treibstoffen.

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Die Vorstände von Clariant und Sinopec haben mit zwei Lizenzvereinbarungen bereits ab September 2017 ihre Zusammenarbeit vertieft. (Bild: Clariant)

Die Vorstände von Clariant und Sinopec haben mit zwei Lizenzvereinbarungen bereits ab September 2017 ihre Zusammenarbeit vertieft.
(Bild: Clariant)

Die erste der Vereinbarungen betrifft die Sorbentien-Serie FCAS von Sinopec, für die Clariant eine Lizenz erhält. Der Schweizer Konzern erweitert damit sein Portfolio im Bereich Katalysatoren für die Produktion schwefelarmer Treibstoffe. Mit der zweiten Übereinkunft vertreibt Clariant Katar die Fluid Catalytic Cracking (FCC) Katalysatoren von Sinopec an Raffinierien in Katar. Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit 2001 an über 25 World-scale-Anlagen in der Produktion schwefelarmer Treibstoffe zusammen. Die neuen Vereinbarungen unterzeichnete das Management beider Konzerne bereits am 27. September 2017.

FCC Naphta ist ein wichtiger Ausgangsstoff für Treibstoffe. Der relativ hohe Schwefelgehalt bis 2.000 ppm erfordert jedoch eine Entschwefelung. Für den chinesischen Markt erfordern die Spezifikationen einen Gehalt von unter 10 ppm. Der Z-Sorb-Prozess von Sinopec, für den Clariant die Lizenz erhalten hat, nutzt Katalysatoren zur Adsorption sämtlicher schwefelhaltigen Verbindungen. Er findet in einem einzigen Prozessschritt statt, erfordert keine weitere Aufbereitung und verbraucht weniger Wasserstoff zur Hydrierung als andere Verfahren.

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